Zu Saisonbeginn gab es bei Virgin nur ein Ziel: Die lästigen Zuverlässigkeitsprobleme aus der Welt zu schaffen. Das ist zum Teil gelungen. "Jetzt müssen wir uns auf die Leistung konzentrieren", sagt Lucas di Grassi. "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir das Beste der neuen Teams sein können."

Der Circuit Gilles Villeneuve in Montreal bietet Virgin eine Chance dazu. Zum ersten Mal in diesem Jahr wird mit geringem Abtrieb gefahren - im letzten Jahr veränderte sich das Kräfteverhältnis dadurch stark. Plötzlich konnte der notorische Hinterbänkler Force India vorne mitfahren, in Spa-Francorchamps auf die Pole und das Podium fahren.

"Alle fahren mit weniger Abtrieb, dadurch werden die Abstände vielleicht geringer, aber nicht so gering, dass wir mit allen im Mittelfeld kämpfen können", glaubt di Grassi. Gleichzeitig besteht in Montreal immer die Gefahr von Safety-Car-Phasen und Strategie-Spielchen. "Dadurch erhoffen wir uns, dass wir die Lücke zum Mittelfeld verringern können. Das ist eine gute Gelegenheit, ein gutes Ergebnis einzufahren."