Sind das für euch jetzt zwei entscheidende Rennen - hier auf dieser Strecke, die, wie du schon ein paar Mal gesagt hast, euch besser liegen sollte, und dann Valencia mit der neuen B-Version?
Fernando Alonso: Das würde ich so nicht sagen. Wir müssen zwar gute Ergebnisse erzielen, viele Punkte holen, aber ich glaube, die WM ist noch lang, es kann noch viel passieren. Ich denke, es wird bis Abu Dhabi offen bleiben. Wir hatten zwar in den ersten sieben Rennen mit Red Bull ein dominierendes Team, aber diese Dominanz zeigt sich in den reinen Ergebnissen, in den Punkten, gar nicht so sehr. Wir müssen unabhängig von den anderen unsere Arbeit machen, so viele Punkte wie möglich holen - und damit hier in Kanada anfangen.

Warum ist der Kurs hier besser für Ferrari?
Fernando Alonso: Die Strecke ist ganz anders als Barcelona oder Istanbul, kommt der Charakteristik unseres Autos etwas mehr entgegen, glaube ich. Sie ist ähnlicher den Strecken zu Beginn der Saison, wo wir viel besser ausgesehen haben, mit mehr Schikanen, mehr Sop-and-Go. Aber endgültig kann ich es natürlich noch nicht sagen, dass es wirklich so sein wird.

Also ist euer Auto nicht komplett, wenn es nur gut auf Stop-and-Go-Kursen ist?
Fernando Alonso: Jedes Auto hat seine besondere Charakteristik, das haben wir über die Jahre immer wieder gesehen, auch in Jahren, die sehr umkämpft waren, wie 2008. Da war zum Beispiel der McLaren im Qualifying immer besser, bekam aber dann über die Distanz eher Reifenprobleme, so dass die Rennen eher die Stärke von Ferrari waren. Es gibt immer kleine Unterschiede in der Philosophie, in der Charakteristik eines Autos - und ich würde nicht sagen, dass da unbedingt eine besser und eine schlechter ist. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren, aber dabei gleichzeitig das Auto immer weiter verbessern.

Was sagst Du zur Vertragsverlängerung mit Massa?
Fernando Alonso: Ich bin sehr glücklich, mit ihm weiter zusammen arbeiten zu können, das ist eine gute Nachricht für das gesamte Team. Wenn jetzt nach meiner Ankunft im Januar im nächsten Januar wieder ein neuer Fahrer gekommen wäre, dann hätte darunter die Kontinuität vielleicht doch gelitten, das wären ein paar viele Veränderungen auf einmal gewesen. Und was unsere Zusammenarbeit angeht, ich habe ja schon hundertmal gesagt, wie gut das funktioniert, wir kämpfen zusammen, dass Ferrari gewinnt. Ich finde es ja schon angenehm, dass im Moment mal im Fahrerlager über andere Fahrerpaarungen diskutiert wird...