Vitaly Petrov erlebte in der Türkei sein bestes Rennwochenende in der Formel 1. Er machte keine Fehler, fuhr die schnellste Rennrunde und hätte beinahe gepunktet - wenn er nicht kurz vor Rennende eine Kollision im Zweikampf mit Fernando Alonso gehabt hätte. Böse ist er dem Spanier aber nicht. "Er hätte mir mehr Platz lassen können, aber er wollte für die nächste Kurve richtig positioniert sein."

Petrov hofft darauf, seine Leistung auch in Kanada fortzusetzen. "Die Türkei war mein bestes Wochenende, so möchte ich meine Leistungen an jedem Wochenende fortsetzen", sagt er. "Das Rennen war bis auf die letzten Runden brillant. Ich habe mit beiden Ferrari und Mercedes gekämpft, das war sehr interessant."

Die Grundlage dafür war, dass er am Samstagvormittag im Freien Training keinen Unfall hatte wie zweimal zuvor. Denn dabei beschädigte er sich seine neuen Teile und musste im Rennen ohne sie auskommen. In Istanbul war das anders. "Die Strecke ist dort breiter, aber ich habe auch keinen Fehler gemacht", scherzt er.

In Montreal wird es für ihn schwieriger. "Istanbul kannte ich aus der GP2 sehr gut", sagt Petrov. Er wusste, wo er bremsen musste, hatte bereits bei der Anreise im Kopf eine Vorstellung, wo er schneller sein konnte. "Hier ist es ziemlich schwierig, weil ich nicht genau weiß, wie sich das Auto auf den Kerbs anfühlt, wo ich bremsen muss."

Damit ein Auto in Montreal gut funktioniert, muss es einen guten Topspeed vorweisen, starke Bremsen besitzen und mit den Randsteinen umgehen können. "Es ist wichtig, die Kerbs zu fressen", drückt es Petrov aus. "In Monza kann das Auto dabei hart sein, hier muss es weich sein, um die Kerbs zu schlucken." Darin ist der Renault sehr gut. Das hat Robert Kubica mit seinem Podestplatz in Monaco bewiesen.