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Formel 3 EM / Interview

Bereit für die nächste Saison - Maxi Günther: Eine ganz andere Hausnummer!

Maximilian Günther gehört zu den hoffnungsvollsten Talenten im deutschen Formelsport. Jetzt sammelte der 17-Jährige erste Erfahrungen im Formel-3-Auto.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - 'Deutschlands Motorsport-Talent des Jahres' gibt auch in der Winterpause Gas: Maximilian Günther testete in den vergangenen Wochen zum ersten Mal einen Formel-3-Boliden aus der Formel 3 EM. Mit Mücke Motorsport spulte der 17-Jährige rund 3.000 Testkilometer in Barcelona und Valencia ab. Motorsport-Magazin.com unterhielt sich mit dem Gesamtsieger der Deutsche Post Speed Academy 2014 über seine Erfahrungen und die Umstellung im Vergleich zum ADAC Formel Masters.

Maxi, wie haben sich die ersten Kilometer im Formel-3-Auto angefühlt?
Maximilian Günther: Meine ersten Runden in einem Formel-3-Auto waren schon etwas Besonderes. Damit ist für mich ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich kam auf Anhieb gut zurecht, auch wenn es einige Unterschiede zum Formel ADAC gibt. Vor allem in Sachen Beschleunigung, Bremsen und Fliehkräfte ist ein F3-Auto eine ganz andere Hausnummer. Das hohe Downforce-Level fand ich sehr beeindruckend, aber das Fahren hat richtig viel Spaß gemacht.

Maximilian Günther beim F3-Test mit Mücke Motorsport - Foto: Maximilian Günther

Wie kamst du mit dem F3-Boliden zurecht?
Maximilian Günther: Ich habe mich schon im Verlauf des ersten Testtages Schritt für Schritt gesteigert und konnte gute Rundenzeiten erzielen. Ich denke, dass ich vom ersten Tag an konkurrenzfähig war. Bei meinem anschließenden Test in Valencia ging es darum, daran anzuknüpfen und mich weiter an das Auto zu gewöhnen.

Wie hast du dich im Verlauf der Tests entwickelt?
Maximilian Günther: Den größten Sprung habe ich während der letzten Testtage in Valencia gemacht. Es ging darum, die neuen Komponenten des Autos noch besser zu verstehen und richtig einzusetzen: also noch später zu bremsen, die richtigen Bremspunkte zu finden und die Aerodynamik optimal zu nutzen, um Kurven schneller durchfahren zu können. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten zum Formel ADAC, im Formel 3-Auto fühlt sich aber alles einfach schneller und krasser an.

War das Fahren im F3-Auto anstrengender als im Formel ADAC?
Maximilian Günther: Ich hatte es mir im Vorfeld etwas schwieriger vorgestellt, mit der körperlichen Belastung kam ich gut klar. Mit Armen und Beinen hatte ich keine Probleme, aber im Nacken habe ich es nach den vielen und intensiven Testeinsätzen am Stück schon gemerkt. Es ist wichtig, den Fitnessplan jetzt ans neue Fahrgefühl anzupassen. Über den Winter wartet auch in diesem Bereich noch Arbeit auf mich - also, packen wir es an!

Dann kann die Saison 2015 ja kommen...
Maximilian Günther: Ich denke, dass mein Leistungsstand zum Ende der Tests schon ziemlich gut war. Ich verstehe es immer besser, das Auto am Limit zu bewegen. Ich fühle mich auf jeden Fall bereit für die nächste Saison.


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