Nach einem rabenschwarzen Saisonbeginn kommt der Tomczyk-Train langsam ins Rollen - auf die ersten Punkte in Zandvoort folgte in Oschersleben das erste Podium der Saison. Für Tomczyk war es eine große Erleichterung, hatte er doch schon länger keinen Champagnerduft mehr schnuppern dürfen. Vor mehr als einem Jahr stand der Rosenheimer zum letzten Mal auf dem Treppchen - ausgerechnet in Oschersleben.

"Ich bin überaus glücklich, denn es ist sehr lange her, das ich auf dem Podest stand. Jetzt bin ich zurück", freute sich Tomczyk im Ziel. Einen kritischen Moment musste der langjährige Audi-Pilot nur in der Anfangsphase des 48 Runden langen Rennens überstehen, als es beinahe zu einem Kontakt mit Mattias Ekström kam.

"Ich bin wohl zu hart über den Randstein in der zweiten Kurve gefahren", erinnert sich Tomczyk. "Dann war Mattias plötzlich da, ich wollte meine Position zwar verteidigen, aber er war auf der besseren Linie." Von Freundschaftsdiensten war heute jedenfalls keine Rede mehr. "Danach bin ich mein Rennen gefahren und die Reifen geschont."

Größere Gefahr musste Tomczyk nicht befürchten. "Die Rundenzeiten von mir und Paul Di Resta waren beinahe identisch, ich habe keinen Druck von ihm verspürt." Nach dem schlechten Start in das Jahr will Tomczyk nun nach vorne schauen, schon bald sollen weitere Erfolgserlebnisse folgen - vielleicht schon am Nürburgring, wo er 2007 gewinnen konnte?