Nach einem Qualifying Rückschlag in Zandvoort hat sich Timo Scheider in Oschersleben zurückgemeldet - mit Platz zwei hat der amtierende Meister in der Startaufstellung nicht nur freie Sicht nach vorne, sondern auch eine vorzügliche Ausgangsposition für den fünften Saisonlauf. "Letztes Jahr stand ich hier auf Pole, jetzt bin ich Zweiter und stehe wieder in der ersten Reihe", berichtet Scheider im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Ich hoffe, das wir diese Position morgen halten können, einen Platz weiter vorne zu landen, wäre natürlich noch schöner."
Nur Tom Kristensen war heute schneller unterwegs als Scheider. Im letzten und entscheidenden Qualifying-Abschnitt nahm der Däne seinem Verfolger mehr als drei Zehntelsekunden ab - auf nur einer Runde. "Der alte Mann hat einen guten Job gemacht und einen großen Vorsprung. Glücklicherweise hört er bald auf und geht nach Hause", witzelte Scheider bereits auf der Pressekonferenz.
Mit fünf Autos an der Spitze überzeugte Audi heute auf ganzer Linie, das fand auch der Zweitplatzierte. "Wir haben eine gute Performance gezeigt, darauf wollen wir für morgen aufbauen. Nun müssen wir gucken, dass wir die Autos gut auf das Rennen vorbereiten. Es wäre schön, wenn wir es schaffen, fünf Autos vorne zu halten", meint der 30-Jährige.
Anscheinend haben sich die Testfahrten zwischen den Rennen in Zandvoort und Oschersleben gelohnt. Bei Scheider lief es jedenfalls deutlich besser als bei seinem Titelrivalen Gary Paffett, der heute nur Zwölfter wurde. "Für die Meisterschaft ist das Ergebnis natürlich gut", findet Scheider. "Wir standen heute allerdings unter Druck, mit 20 Kilo weniger eine gute Leistung bringen zu müssen. Hätten wir hier geschwächelt, möchte ich gar nicht daran denken, was dann los gewesen wäre. Aber wir haben einen guten Job gemacht."

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