Schien Paul di Resta noch in Hockenheim seine letztjährige Rolle als teaminterne Speerspitze zu bestätigen, so erhielt der 23-Jährige auch heute einen Dämpfer. Gary Paffett und Bruno Spengler liefen di Resta erneut den Rang ab - der seinerseits mit Problemen kämpfte. "Wir hatten sehr schlimme Vibrationen im dritten Qualifying und außerdem nur einen neuen Reifensatz übrig. Die Vibrationen haben uns sehr behindert", beklagte Paul di Resta im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com.

Der erfolgsverwöhnte Schotte, der in diesem Jahr noch auf seinen ersten Podestplatz wartet, zeigte sich geknickt: "Unter diesen Umständen war einfach nicht mehr drin, aber es ist enttäuschend, dass so etwas auftritt." Trotz der heutigen Abt-Audi-Pleite hat di Resta die Ingolstädter Konkurrenz unverändert auf der Rechnung: "Ja, ich bin weit vor den neuen Audis. Aber ich bin mir auch sicher, dass sie im Rennen schneller sein werden. Sie können nach vorne kommen, auch wenn wir in der besseren Position und bereits an der Spitze sind."

Hoffen auf Wolkenbrüche

Eingerahmt von Mike Rockenfeller und Alexandre Prémat erwartet den Vizechampion des Vorjahres ein schwieriger Start: "Es ist schwer zu sagen, ob mir meine Teamkollegen helfen können. Besser wäre es natürlich, wenn ich vor Bruno und Gary stünde. Die Bedingungen am Start könnten schwierig werden und es könnte unterschiedliche Strategien geben."

Anders als seine besser platzierten HWA-Teamkollegen Paffett und Spengler sähe di Resta ein Rennen bei Trockenheit nicht als Vorteil an: "Wir sind bei allen Bedingungen stark, im Regen habe ich aber mehr Chancen, vor die anderen Jungs zu kommen. In Zandvoort könnte es alles geben, bis hin mehreren Wetterwechsel in einem Rennen."