Obwohl der vierte Platz für Gary Paffett das bisher beste Qualifying-Resultat der laufenden Saison war, zeigte sich der Brite nach dem regnerischen Zeittraining auf dem Nürburgring nicht rundum zufrieden. Schließlich wäre noch mehr möglich gewesen, was Paffett mit der zweitbesten Zeit im zweiten, aber nicht gewerteten Abschnitt unter Beweis stellen konnte. Ganz anders Mike Rockenfeller: erst landete er in den Reifenstapeln, dann wurde ihm der zweite Startplatz zugesprochen - Glück im Unglück.

"Bei uns hatte es nichts mit Glück zu tun, denn wir waren das ganze Qualifying über sehr schnell", sagte Paffett, der sich nicht richtig über den vierten Platz freuen wollte, gegenüber der adrivo Sportpresse. "Wenn es noch einmal losgegangen wäre, hätten wir sogar um die Pole kämpfen können. Ich war wirklich schnell und das Auto war extrem gut vorbereitet." Nun hofft der Persson-Pilot auch auf ein regnerisches Rennen, doch letztlich "müssen wir es nehmen, wie es kommt..."

Dass es im Motorsport ab und zu auf das nötige Maß an Glück ankommt, stellte Mike Rockenfeller unter Beweis. In der zweiten Session sorgte er mit einem Abflug für den vorzeitigen Abbruch und gelangte indirekt so zum zweiten Startplatz. "Im zweiten Teil hatte ich noch keine Runde und musste pushen, weil ich noch unter die besten Acht kommen wollte - dann bin ich abgeflogen", so der Audi-Fahrer.

"Man hat mein Potenzial im ersten Qualifying deutlich sehen können", erläuterte Rockenfeller. Dabei kann der Jahreswagen-Fahrer noch froh sein, zu Beginn die zweitschnellste Runde gefahren zu haben - nach Anwendung des Artikels 48.5 aus dem sportlichen Reglement wurde ihm so der zweite Startplatz zugesprochen. Damit kommt Rockenfeller am Sonntag zum ersten Mal seit langer Zeit in den Genuss von freier Sicht nach vorne - zusammen mit Tom Kristensen wird er in der ersten Startreihe stehen.