Mit einer Pole Position als Abschluss einer für ihn so unbefriedigenden Saison hatte sich Tom Kristensen beim Saisonfinale 2007 einen mentalen Befreiungsschlag verschafft. Ein solcher war mittlerweile auch in dieser Saison wieder vonnöten - und wurde im Regenchaos an der Nürburg Wirklichkeit: Nach den durchwachsenen Ergebnissen der ersten Saisonhälfte kommt Kristensen morgen erneut in den verdienten Genuss der Pole Position.
"Ich war genauso verwirrt wie alle anderen", sagte Tom Kristensen mit Blick auf die Irrungen und Wirrungen rund um die Wertungsfragen des Qualifyings. "Ich dachte schon, ich hätte alles verspielt, weil ich in der zweiten Session zu spät auf die Strecke gegangen bin. Dann stand ich auf Pole. Im Nachhinein bin ich natürlich glücklich, denn es ist immer schwierig, in der DTM auf der Pole zu stehen."
An der Richtigkeit der Entscheidung, das Zeitfahren abzubrechen, gab es für den Dänen indes nie einen Zweifel: "Es gab zu diesem Zeitpunkt einfach zu viel Regen - es gab das Problem, dass der Rettungshubschrauber unter diesen Umständen keine Sicht mehr hatte. Selbst der Safety-Car-Fahrer Peter Lux konnte in seinem Wagen kaum noch etwas sehen." Mit Blick auf die Wertung der ersten Session betont Kristensen die Chancengleichheit: "In der ersten Session sind alle acht bis neun Runden gefahren. Insofern war dies eine sportliche Grundlage für das Ergebnisse."
Zwar sah sich Kristensen auch unter den immer widrigeren Bedingungen der zweiten Session gut gerüstet. Dennoch wurde es auch für den achtfachen Le-Mans-Sieger immer schwieriger, seinen A4 DTM auf der Strecke zu halten: "Es war schon schwierig, im zweiten oder dritten Gang zurück zur Pitlane zu fahren, auf den Geraden war Vollgas unmöglich. Da muss man verstehen, dass bei so viel Regen abgebrochen werden musste." Trotz seiner Regenqualitäten hofft der 41-Jährige auf ein trockenes Rennen - ein als Siegfavorit verständliches Anliegen. "Das Rennen wird morgen mit dieser Startaufstellung so oder so ein Knaller."

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