Bis zum Start der DTM-Saison 2026 auf dem Red Bull Ring Ende April (zum DTM-Rennkalender) ist es noch eine ganze Weile hin. Viele Fans fragen sich aber schon jetzt, wie das Starterfeld in diesem Jahr aussehen wird. Die Früh-Einschreibung mit Sonderkonditionen endete am 31. Januar, aber interessierte Teams haben bis zur Nennfrist am 28. Februar die Möglichkeit, sich einen Startplatz in der DTM zu sichern.

Mit dem von Audi zu Porsche gewechselten Team Land-Motorsport und dem Aston-Martin-Rennstall Comtoyou Racing haben bisher erst zwei Teams ihre Teilnahme öffentlich bestätigt. Bald geht es aber Schlag auf Schlag: Mehrere Teams werden nach unseren Informationen in der kommenden Woche ihre Fahrer und Aufgebote präsentieren.

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DTM-Starterfeld 2026 kleiner als im Vorjahr

Nach aktuellem Stand deutet sich an, dass das Starterfeld für 2026 etwas kleiner ausfallen wird als im Vorjahr. 2025 waren 24 Autos von neun Marken permanent eingeschrieben. "Wir schätzen im Augenblick - ohne es genau zu wissen - ein Starterfeld zwischen 21 und 23 Autos", sagte ADAC-Motorsportchef Thomas Voss am Rande der Präsentation des Motorsport Team Germany in München zu Motorsport-Magazin.com. "Wir haben aktuell 21 Autos auf dem Zettel."

21 fixe Autos würden sich mit unserer Vorhersage decken. Nicht mehr dabei ist das Lamborghini-Team Paul Motorsport. Der einzige Stammpilot und frischgebackene Lamborghini-Werksfahrer Maximilian Paul soll aber vor einem Wechsel zu GRT stehen und dort an der Seite von Rückkehrer Mirko Bortolotti fahren. Der Abgang des italienischen Ex-Champions von Abt Sportsline nach nur einem Jahr steht seit Dezember fest, wie wir aus verlässlicher Quelle erfahren haben.

Lamborghini hat angekündigt, vier Modelle des brandneuen Temerario GT3 - dem Huracan-Nachfolger - für die DTM bereitzustellen. Je zwei Fahrzeuge sind für GRT und Abt Sportsline reserviert, womit Paul Motorsport raus ist. Bei den Äbten soll Luca Engstler von GRT im direkten Tausch auf Bortolotti folgen. Engstlers neuer Teamkollege als Nachfolger von Nicki Thiim (zu Comtoyou-Aston-Martin) wird laut Spekulationen der Lamborghini-Werksfahrer Marco Mapelli.

Nicki Thiim beim DTM-Finale in Hockenheim
Rund um Lamborghini herrscht viel Wirbel in der DTM, Foto: IMAGO/Steve Bauerschmidt

Nach Land-Wechsel: Audi vor endgültigem DTM-Aus

Außerdem rüstet das Meister-Team Manthey von drei auf zwei Porsche 911 GT3 R zurück. Bastian Buus wechselt in den Land-Porsche und anstelle von Champion Ayhancan Güven (mit Manthey in die WEC) soll 2026 Ricardo Feller (ehemals Land-Audi) an der Seite von Thomas Preining starten. Nach dem Markenwechsel von Land-Motorsport zeichnet sich das DTM-Aus der Marke Audi ab. Voss: "Ich kann mir nicht vorstellen - würde mich aber freuen, wenn es doch noch so käme - dass noch mal ein Audi kommt."

Neben dem Paul-Lamborghini, einem Manthey-Porsche und dem Land-Audi hängt auch ein dritter Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing in der Schwebe. Der Brite Jack Aitken wechselt aus der DTM zu einem Cadillac-Doppelprogramm bestehend aus WEC und IMSA. Die Rückkehr seines Landsmannes Ben Green bleibt offen. Durch den Wegfall dieser vier Autos und einem neuen Land-Porsche wären es dieses Jahr 21 Einschreibungen.

DTM 2026: Mercedes-AMG und Lamborghini mit größtem Kontingent

Fragezeichen gibt es aktuell sowohl hinter dem dritten Emil-Frey-Ferrari sowie möglicherweise einem zweiten Land-Porsche. Bei positivem Ausgang in beiden Fällen würde das Starterfeld auf 23 Fahrzeuge anwachsen. Weitere Überraschungen sind zumindest nicht auszuschließen. "Es ist natürlich nicht ganz einfach, eine gewisse Qualität an Fahrern zu bekommen - und das Ganze auch finanzieren zu können", erklärte ADAC-Motorsportchef Voss. "Das ist und bleibt ein großes Thema, das sich nicht ignorieren lässt."

Sollte es bei 21 Autos von acht Marken bleiben, würden Lamborghini (2x GRT, 2x Abt Sportsline) und Mercedes-AMG (2x Winward, 2x Landgraf) mit je vier Fahrzeugen das größte Kontingent stellen. Dahinter folgte Porsche (2x Manthey, 1x Land-Motorsport) mit drei Neunelfern. Je zwei Autos würden von BMW (2x Schubert), Ferrari (2x Emil Frey Racing), Ford (2x HRT), Aston Martin (2x Comtoyou Racing) und McLaren (2x Dörr Motorsport) stammen.

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