Ansage von Jack Aitken (Emil-Frey-Ferrari)! Der Brite hat sich die Pole Position für das Sonntags-Rennen der DTM auf dem Sachsenring gesichert. Aitken ist und bleibt eine Macht in den Qualifyings: Der Ferrari-Pilot eroberte die dritte Pole in der laufenden Saison sowie die achte seiner DTM-Karriere.
War das schon die Vorentscheidung für das heutige Rennen (ab 13:30 Uhr live bei ProSieben)? Laut Statistik schon: Aitken feierte alle seine sechs DTM-Siege von der Pole Position. Bonus für den einmaligen Formel-1-Starter: Mit den 3 Extra-Punkten für die Pole Position hat Aitken erst einmal alleinig die Führung in der DTM-Tabelle übernommen.
Aitken fährt der Konkurrenz um die Ohren
Im wie üblich knackigen Qualifying, bei dem alle Fahrer lange in der Boxengasse warten, um die ungeheizten Reifen ins optimale Temperaturfenster zu bringen, behielt Aitken die Nerven. Mit seiner zweiten schnellen Runde gelang ihm die Bestzeit in 1:17.125 Minuten. Die Konkurrenz konnte nicht nachlegen: Thomas Preining (Manthey-Porsche) lief mit 0,333 Sekunden Rückstand als Zweiter ein.
Der ehemalige DTM-Champion Preining will seinen Fehler vom Samstag ausbügeln, als er den sichergeglaubten Sieg in der letzten Runde wegwarf. "Jack wird schwer zu schlagen sein, aber mit den zwei Boxenstopps kann schon was gehen", sagte Preining, der am Samstag 'nur' den vierten Platz belegte und P3 in letzter Sekunde an Aitken verlor.
Geht bei Manthey-Porsche heute etwas über die Strategie? Hinter Preining hat sich dessen Teamkollege Ayhancan Güven, der Sieger des Samstags-Rennens, auf dem dritten Startplatz eingeordnet.
Zwei Manthey-Porsche jagen einen Emil-Frey-Ferrari
Zwei Manthey-Neunelfer jagen Aitkens Ferrari - und auch Titelanwärter Jordan Pepper (GRT-Lamborghini) mischt kräftig mit: Der Südafrikaner nimmt das Rennen von der vierten Position auf. Pepper konnte zwar nicht an seine Samstags-Pole - GT3-Qualifying-Rekord inklusive - anknüpfen, kann sich aber gute Chancen auf ein weiteres Top-Ergebnis ausrechnen.
Wie stark die Porsche 911 auf dem Sachsenring performen, zeigte auch Manthey-Rookie Morris Schuring mit dem fünften Platz. Aber: Der junge Niederländer startet 5 Plätze weiter hinten, weil er am Samstag seine 3. Verwarnung in der laufenden Saison kassiert hatte. Obendrein stand Schuring nach dem Quali-Ende unter Beobachtung der Rennleitung (Langsamfahren im letzten Sektor).
Von Schurings Rückversetzung profitiert unter anderem Ben Green im zweiten Ferrari 296 GT3 von Emil Frey Racing. Der Brite fuhr im Qualifying auf den sechsten Platz (P5 in der Startaufstellung). Dahinter eine positive Überraschung: Dem amtierenden DTM-Champion Mirko Bortolotti (Abt-Lamborghini) gelang mit Platz sieben sein bestes Saisonergebnis. Am Samstag lief es für die gebeutelten Äbte wieder einmal nicht, als ein Schlagschrauber bei den Boxenstopps den Geist aufgab...
Nächster Rückschlag für Titelanwärter Auer
Auf den Positionen acht bis zehn folgten Maro Engel (Winward-Mercedes, aber +5 Startplätze wegen 3. Verwarnung), Maximilian Paul (Paul-Lamborghini) und Ben Dörr (Dörr-McLaren). Sein Teamkollege Timo Glock kam im zweiten McLaren 720 S GT3 nicht über den 23. Platz hinaus.
Einen bösen Rückschlag erlebte Titelanwärter Lucas Auer (Landgraf-Mercedes), der nicht über den 15. Platz hinauskam. Der Österreicher haderte schon am Samstag mit der Pace seines Mercedes-AMG GT3 und fühlte sich im Rennen "lahm wie eine Schnecke". Heute sagte Auer: "Wir haben keine Pace und generell schauen wir heute viel schlechter aus als gestern."



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