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DTM

DTM kurios: Ergebnis für Monza-Qualifying noch nicht final

Das Ergebnis des ersten Qualifyings der DTM-Saison 2021 bleibt zunächst offen. Neun Tage nach dem Monza-Zeittraining wird ein schwebendes Verfahren bekannt.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Eine höchst ungewöhnliche Nachricht aus der DTM-Welt an diesem Montag: Das Ergebnis des Qualifying 1 am Samstag beim DTM-Auftakt in Monza könne aus sportrechtlichen Gründen noch nicht finalisiert werden. Der Grund für diese Verzögerung sei ein "schwebendes Verfahren". Heißt konkret: Für das erste Qualifying der DTM-Saison 2021 gibt es noch kein finales Ergebnis und damit auch keine finale Gesamtwertung.

Die nächsten Schritte erfolgten vor Ort beim nächsten DTM-Rennwochenende auf dem Lausitzring (23.-25. Juli 2021), heißt es weiter in der Meldung des AvD, der seit dieser Saison erstmals für die sportliche Organisation der DTM verantwortlich ist.

Um welchen Vorfall es sich konkret handelt und welche Personen, Teams oder Marken involviert sind, darüber gibt der Automobilclub von Deutschland keinerlei Auskunft. "Kein weiterer Kommentar", heißt es von einem AvD-Sprecher auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com.

Kurios: Das betroffene Qualifying liegt bereits zehn Tage zurück. Am Samstag, 19. Juni 2021 belegten am Vormittag im ersten Zeittraining der neuen Saison vier Mercedes-AMG GT3 die ersten beiden Reihen der Startaufstellung. Über mögliche Ungereimtheiten oder offene Ergebnisse war in der Folge innerhalb der DTM-Szene nichts bekannt.

Aufschluss über die Situation wird es voraussichtlich spätestens am Freitag, 23. Juli 2021 nach einer Vor-Ort-Sitzung der Sportkommissare zusammen mit den Beteiligten des noch völlig unklaren Vorfalls geben. Zwischen dem Qualifying und dem möglichen Ausgang des schwebenden Verfahrens sowie einer finalen Wertung würden demnach mindestens 34 Tage liegen.

Schon im vergangenen Jahr kam es zu einem Vorfall, der nachträglich auf dem Lausitzring verhandelt wurde. 2020 brummte der DMSB, zu dieser Zeit noch verantwortlich, dem späteren Meister Rene Rast rund zwei Wochen nach dem Saisonstart in Spa-Francorchamps eine Strafe auf, durch die der Audi-Pilot den Sieg am grünen Tisch verlor. Verhandelt wurde Rasts regelwidriger Gebrauch des Push-to-Pass-Systems, der ihm schließlich eine 10-Sekunden-Zeitstrafe einbrachte.

Seit der Saison 2021, in der die DTM erstmals auf ein GT3-Reglement setzt, ist der AvD für sportliche Belange zuständig und stellt für alle DTM-Wettbewerbe die Besetzung der erforderlichen Funktionsträger. Das Team des AvD umfasst die Funktionen des Race Director, fünf Assistant Race Director, den Vorsitzenden Sportkommissar DTM, einen Sportkommissar DTM, die Vorsitzende der Sportkommissare Rahmenserien, den Jury Sekretär, einen Medical Delegate, den Fahrer des Safety-Car sowie den AvD Media Delegate Race Control.


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