DTM

Dream Race Fuji: DTM-Fahrer Duval erbt Pole nach Super-GT-Crash

Die DTM-Fraktion behauptet sich im Qualifying für das Sonntags-Rennen in Fuji gegen die Super GT. Ein Freitags-Unfall beschert Loic Duval die Pole Position.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Es bleibt bunt gemischt beim Dream Race in Fuji! Im Qualifying für das Sonntags-Rennen (ab 06:25 Uhr MEZ live bei Sat.1 und im Live-Stream auf DTM.com) gelang es der DTM-Fraktion sogar, die Pole Position zu erobern. Audi-Pilot Loic Duval nimmt das zweite Rennen an diesem Wochenende auf dem Fuji Speedway vom ersten Startplatz in Angriff.

Der Franzose, der bereits am Samstag im Qualifying auf Platz zwei gefahren, auf dem Weg in die Formationsrunde dann aber gecrasht war, erbte die Pole diesmal nachträglich. Der eigentliche Pole-Setter, Daisuke Nakajima (Honda), wurde nachträglich mit einer Rückversetzung um fünf Startplätze belegt.

Verantwortlich für die Strafe war Nakajimas Mugen-Teamkollege Hideki Mutoh. Der Japaner verunfallte im 1. Training am Freitag heftig, woraufhin das Team das Monocoque austauschen musste. Dies hätte in der regulären Saison zu einem Ausschluss vom weiteren Rennwochenende geführt. Da es sich beim Dream Race jedoch um ein Show-Event handelt, beließ es die Rennleitung bei einer Platzstrafe.

Duvals DTM-Mitstreiter wussten im Qualifying ebenfalls zu überzeugen. Audi-Markenkollege Rene Rast rückt durch Nakajimas Strafe von der fünften auf die vierte Position nach vorne. BMW-Fahrer Marco Wittmann und Mike Rockenfeller von Audi folgten auf den Plätzen sieben und acht. Damit schafften es vier der insgesamt sieben Vertreter der DTM-Fraktion unter die besten Acht.

Audi und BMW profitierten dabei von den Witterungsbedingungen. Das Qualifying ging bei feuchten Bedingungen über die Bühne. Mit den Hankook-Regenreifen können die DTM-Rennwagen mit der japanischen Konkurrenz mithalten. Bei trockenen Bedingungen, die für das Rennen vorhergesagt sind, gelten sie unter normalen Umständen als chancenlos.

Die noch unterschiedlichen Rennwagen - die Super GT übernimmt das Class-1-Reglement ab 2020 - führen in Fuji zu Leistungsunterschieden. Die japanischen GT500-Boliden verfügen über eine etwas bessere Leistungsentfaltung, die sich unter anderem in einem wesentlich höheren Topspeed niederschlägt.

Dennoch verspricht die Startaufstellung für das Sonntags-Rennen große Spannung. Neben Duval startet der frühere Formel-1-Pilot Narain Karthikeyan aus der ersten Reihe. Dem Inder in Diensten von Nissan fehlten 0,338 Sekunden auf Nakajimas Pole-Zeit. Naoki Yamamoto (Honda) qualifizierte sich nach seinem Podestplatz am Samstag für den dritten Startplatz. Rast, Daisuke Nakajima, Koudai Tsukakoshi (Honda), Wittmann und Rockenfeller komplettieren die Top-8.

BMW-Gaststarter Kamui Kobayshi nimmt sein zweites DTM-Rennen überhaupt vom 13. Platz auf. Audi-Gastfahrer Benoit Treluyer, Sechstplatzierter im Samstags-Rennen, startet von P15 - eine Position vor dem früheren Formel-1-Fahrer Heikki Kovalainen (Lexus). Der beinamputierte Alex Zanardi im speziell angepassten BMW M4 qualifizierte sich erneut als Letzter.


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