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DTM/Super GT-Rennen ohne Aston Martin, Chef Bandoh: Sehr schade

DTM-Neueinsteiger Aston Martin fehlt beim nächsten Aufeinandertreffen mit der Super GT in Fuji. GTA-Chef Masaaki Bandoh äußert sich zur Absage.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - 21 Rennwagen haben beim DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring trotz regnerischer Bedingungen für gute Unterhaltung gesorgt. Neben den 18 Boliden der deutschen Tourenwagenserie vergrößerten erstmals drei Autos von Honda, Nissan und Lexus aus der japanischen Super GT das Starterfeld.

Beim nächsten Aufeinandertreffen der beiden Serien in knapp zwei Monaten in Fuji (23./24. November) werden es sogar noch mehr sein. 15 Autos aus der Super GT treffen diesmal in heimischen Gefilden auf sieben DTM-Pendants. Audi und Kundenteam WRT schicken vier Audi RS 5 nach Japan, BMW drei seiner Rennwagen.

Nicht dabei sein wird allerdings R-Motorsport mit dem Aston Martin. Der DTM-Neueinsteiger verzichtet auf die gemeinsame Reise mit Audi und BMW nach Japan. Eine Entscheidung, die bereits vor dem letzten DTM-Wochenende auf dem Nürburgring getroffen worden war und seitdem vielerorts für Unverständnis sorgt.

Auch die japanischen Gastgeber sind nicht begeistert über das Fehlen, das R-Motorsport damit begründet, sich auf die Performance-Arbeit für die kommende DTM-Saison fokussieren und dabei keine Zeit verlieren zu wollen.

Masaaki Bandoh, Vorsitzender des SUPER-GT-Dachverbandes GTA, sagte am Sonntagvormittag in Hockenheim im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com deutlich: "Um ehrlich zu sein, ist das sehr schade."

DTM - Japan-Experte Michael Krumm: So tickt die Super GT: (08:33 Min.)

Gleichzeitig zeigte er Verständnis für die Argumentation von R-Motorsport: "Ich verstehe die Herausforderung, der sich Aston Martin in seinem ersten DTM-Jahr aus technischer und finanzieller Sicht gegenübersieht. Sie verbessern aktuell ihr technisches Paket, um wettbewerbsfähig gegen Audi und BMW sein zu können. Deshalb verstehe ich die Entscheidung, warum sich Aston Martin unserem Dream Race nicht anschließt."

Nicht auf, aber zumindest abseits der Rennstrecke wird der britische Autobauer aber doch in Fuji vertreten sein. Bandoh und seine Organisation stünden in direktem Kontakt mit Aston Martin Japan und Aston Martin Großbritannien, um das Show-Rennen zu unterstützen.

Bandoh: "Obwohl sie kein Rennauto nach Fuji bringen, werden sie die Veranstaltung bewerben und Autos ausstellen, um uns zu unterstützen und für einen Erfolg des Events zu sorgen."

Nach einiger Überlegung wird auch R-Motorsport Teamchef Dr. Florian Kamelger nach Fuji reisen. Am Donnerstag vor dem Beginn des Rennwochenendes tagt wie schon in Hockenheim das aus den Herstellern und Veranstaltern zusammengesetzte Steering Committee, um über weitere gemeinsame Schritte zu diskutieren.

Kamelger: "Ich habe von japanischer Seite gespürt, dass es gewünscht wäre, wenn ich auch käme. Ich möchte Bandoh und den Herstellern meine Aufwartung machen, weil ich ihnen meinen Respekt und mein Commitment vermitteln möchte zu dem, was wir in Zukunft zusammen machen wollen."

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