DTM

DTM Hockenheim: Wittmann gewinnt Saisonauftakt 2019

Marco Wittmann beschert BMW den Sieg im ersten Saisonrennen. Zwei Audis komplettieren Podium im Regenrennen. Aston Martin tut sich schwer bei Debüt.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Marco Wittmann ist der erste Turbo-Sieger in der DTM-Saison 2019! Der BMW-Pilot gewann das Samstagsrennen auf dem Hockenheimring vor Mike Rockenfeller und Robin Frijns. Bei regnerischen Bedingungen und kühlen Temperaturen von unter zehn Grad setzte sich Pole-Setter Wittmann nach 34 Runden gegen die beiden Werks-Audis durch und sicherte sich den ersten Sieg der neuen Turbo-Ära.

Wittmann führte das größtenteils regnerische Rennen über die komplette Distanz an. Zwischenzeitlich stand er unter Druck von Audi-Pilot Rene Rast, bis dieser in der zweiten Rennhälfte plötzlich vorzeitig ausfiel. So rückten Rockenfeller und Frijns in einem größtenteils unspektakulären Rennen auf und sicherten sich ihre ersten Podestplätze.

Bei DTM-Neueinsteiger R-Motorsport lief erwartungsgemäß noch nicht alles rund. Bestplatzierter Fahrer eines Aston Martin Vantage DTM war Daniel Juncadella auf dem neunten Platz. Ferdinand Habsburg fiel schon nach der ersten Runde wegen eines technischen Problems aus.

Markenkollege Paul Di Resta, überraschend von Platz drei gestartet, hielt sich lange Zeit auf der sechsten Position, bevor er durchgereicht wurde. Wenig später gab der frühere DTM-Champion mit Bremsproblemen auf. Auch bei Jake Dennis klemmte etwas beim Boxenstopp - Platz 11 und eineinhalb Minuten Rückstand für den vierten R-Motorsport-Fahrer im Bunde.

Timo Glock kämpfte lange Zeit um einen Platz auf dem Podium, musste sich dem Audi-Duo letztendlich aber geschlagen geben und überquerte die Ziellinie als Vierter. Hinter Loic Duval (Audi) gelang Sheldon van der Linde mit P6 ein starker Einstand für BMW in der DTM. Bruno Spengler (BMW) und Nico Müller (Audi) komplettierten die Top-8.

DTM: So lief der Saisonauftakt in Hockenheim

Die Startaufstellung: Marco Wittmann erzielte die erste Pole Position der Saison 2019 und seine elfte in der DTM. Die große Überraschung folgte hinter dem Zweitplatzierten Mike Rockenfeller: Paul Di Resta erzielte im regnerischen Qualifying den dritten Startplatz beim ersten Auftritt von R-Motorsport und dem Aston Martin Vantage DTM. Damit starteten Fahrer aller drei Hersteller von den ersten drei Positionen.

Der Start: Wegen der schwierigen Witterungsverhältnisse entschied sich die Rennleitung für drei Einführungsrunden. Das führte zu einer Renndistanz von 34 Runden. Marco Wittmann zog direkt an der Spitze weg, während Mike Rockenfeller auf den dritten Platz zurückfiel. Rene Rast erwischte Vordermann Timo Glock am Heck und drehte den BMW-Piloten. Glock im Glück: Er konnte die Fahrt direkt fortsetzen. Großer Gewinner der Startphase war Robin Frijns, der sich vom fünften bis auf den zweiten Platz verbesserte. Paul Di Resta fiel in seinem Aston Martin von P3 auf Platz fünf zurück.

Die Zwischenfälle: Rene Rast erwischte den BMW von Timo Glock kurz nach dem Start und drehte ihn auf der Strecke herum. Glock hatte Glück und konnte die Fahrt unmittelbar nach dem Dreher fortsetzen. Auch Rast kam glimpflich davon: Die Rennleitung untersuchte den Vorfall, gab dem amtierenden Vize-Meister aber keine Strafe.

In Runde 14 segelte Loic Duval mit seinem Audi kurz durch die Wiese, konnte seine fünfte Position hinter Timo Glock aber halten. In Runde 20 kamen sich Audi-Werksfahrer Jamie Green und Jonathan Aberdein vom Audi-Kundenteam WRT ins Gehege. Es kam zur Berührung, doch der junge Südafrikaner konnte den neunten Platz übernehmen. Green schien sich bei dieser Aktion einen Schaden am Auto zugezogen zu haben.

Die Ausfälle: Kurzes DTM-Debüt für Ferdinand Habsburg. Der Österreicher musste seinen Aston Martin bereits nach der ersten Runde an der Box abstellen. Zuvor hatte er sich im Qualifying schwergetan und mit sieben Sekunden Rückstand den letzten Platz belegt. "Technisch ist etwas schiefgelaufen, ich weiß aber nicht, was", sagte Habsburg. "Ich hatte auf der Geraden weniger Schub als erwartet. Die Motoren sind sehr sensibel. Traurig, denn ich hätte mich gern mehr an diese Bedingungen gewöhnt."

Neben Habsburg sah auch Markenkollege Paul Di Resta die Ziellinie nicht. Der Schotte klagte über Probleme mit einem zu weichen Bremspedal und stellte seinen Aston Martin nach 17 Runden vorzeitig in der Garage ab.

Sechs Runden vor Schluss großes Drama um Rene Rast: Der Audi-Pilot fuhr an zweiter Position, bis ihm sechs Runden vor Schluss das Getriebe einen Strich durch die Rechnung machte. Rast musste seinen RS 5 DTM am Streckenrand parken und vorzeitig aufgeben.


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