DTM

DTM Hockenheim: Wittmann auf Pole - Aston Martin in Top-3

Marco Wittmann sichert sich die erste Pole Position der DTM-Saison 2019 in Hockenheim. Zeittraining beginnt mit Regen, roten Flaggen und einem Vollausfall.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Marco Wittmann hat sich die erste Pole Position der DTM-Saison 2019 und die erste mit einem der neuen Turbo-Autos gesichert. Der BMW-Pilot erzielte am Samstagmorgen bei regnerischen und kühlen Bedingungen die Bestzeit im 20-minütigen Qualifying und startet im Rennen heute (ab 13:00 Uhr live bei Sat.1 und im Live-Ticker von Motorsport-Magazin.com) von Startplatz eins.

Wittmann fuhr die schnellste Runde aller 18 Piloten in 1:48.215 Minuten. Damit setzte er sich vor Audi-Pilot Mike Rockenfeller durch, der mit einer persönlichen Bestzeit von 1:48.281 Minuten den zweiten Startplatz erzielte. "Ein Traumstart", jubelte Wittmann nach seiner elften Pole in der DTM. "Wir hatten im Winter ein paar Probleme. Jetzt so loszulegen, ist eine Wohltat."

Aston Martin auf Platz drei

Bestplatzierter Fahrer von DTM-Neueinsteiger R-Motorsport war Paul Di Resta. Der DTM-Champion von 2010 und frühere Mercedes-Fahrer sicherte sich mit einer persönlichen Bestzeit von 1:49.191 Minuten den dritten Startplatz. Seine Teamkollegen Jake Dennis, Daniel Juncadella und Ferdinand Habsburg landeten auf den Positionen 6, 11 und 17. "Die Bedingungen haben uns geholfen", erklärte Di Resta mit Blick auf die nasse Piste.

"Mit HWA im Rücken werden die nicht weit weg sein", erklärte DTM-Chef Gerhard Berger am Freitag auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. "Die Zeit, um die Autos aufzubauen und hier an den Start zu bringen, ist aber so gering, dass wir nicht davon ausgehen können, dass die Performance gleich stimmen wird. Die werden noch Aufholbedarf haben. Von der Zeitschiene ist das schwer anders vorstellbar. Im Regen können wir aber nichts ausschließen."

Rast: Ziemliches Kuddelmuddel

Hinter Wittmann, Rast und Di Resta folgte der amtierende Vize-Meister Rene Rast auf dem vierten Platz. "Das war ein ziemliches Kuddelmuddel zum Auftakt", sagte der DTM-Meister von 2017, Rast. "Da wäre für uns mehr drin gewesen. Dass Aston Martin konkurrenzfähig zu sein scheint, ist aber gut. Der Start wird heute im Rennen eine wichtige Rolle spielen, das ist eine Wundertüte."

Die dritte Startreihe teilen sich Audi-Fahrer Robin Frijns und Jake Dennis im neuen Aston Martin Vantage DTM. DTM-Rookie Sheldon van der Linde im BMW und Markenkollege Timo Glock komplettierten die Top-8 im Qualifying.

Das Qualifying wurde schon nach wenigen Minuten mit roten Flaggen unterbrochen. Pechvogel Philipp Eng blieb auf dem Weg zur Strecke stehen und musste abgeschleppt werden. Es war nicht das erste Problem am Wochenende für den BMW-Piloten. Schon in den Trainings am Freitag konnte er wegen elektrischer Probleme kaum fahren.

Weltklasse-Tiefstapler in der DTM

Die regnerischen Bedingungen ließen nur sehr bedingt auf das Kräfteverhältnis in der DTM schließen. "Dafür brauchen wir ein trockenes Qualifying und ein trockenes Rennen", sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass am Samstagmorgen. "Es gibt Weltklasse-Tiefstapler hier in der DTM. Bis zu einem gewissen Grad hat jeder in den Trainings gestern die Karten nicht auf den Tisch gelegt."

Für das erste Rennen der Saison heute um 13:30 Uhr sind ebenfalls regnerische Bedingungen vorhergesagt. Am Sonntag - Rennstart ist ebenfalls um 13:30 Uhr - soll es hingegen trocken bleiben bei Temperaturen um die 15 Grad.


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