DTM

DTM-Test Hockenheim: Gary Paffett vor BMW-Rookie Eriksson

Mercedes sichert sich die Bestzeit am Dienstag bei den DTM-Testfahrten in Hockenheim. Ein BMW-Rookie überrascht. Audi kollektiv am Ende der Zeitenliste.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Zweiter Tag der DTM-Testfahrten in Hockenheim - diesmal sichert sich Mercedes die Bestzeit. Veteran Gary Paffett setzte sich am Dienstag an die Spitze der Zeitenliste. Seine persönliche Bestzeit von 1:32.759 Minuten war allerdings langsamer als Marco Wittmanns (1:32.378) beste Gesamtrundenzeit am Vortag. Damit liegen die Zeiten weiter zwei Sekunden über der ersten Testbestzeit im vergangenen Jahr.

Aufgrund des neuen Aero-Pakets mit deutlich weniger Abtrieb erwarten die Piloten im Schnitt langsamere Rundenzeiten auf den unterschiedlichen Kursen. Gut möglich aber, dass die drei Hersteller Audi, BMW und Mercedes sich bei den Tests ohnehin nicht komplett in die Karten schauen lassen. Ab Mittwoch könnte es erstmals etwas schneller werden, wenn Performance-Runs anstehen.

Auffällig gemächlich ließ es am Dienstag Audi angehen. Der amtierende Champion Rene Rast, Newcomer Robin Frijns und Loic Duval belegten die letzten Plätze im Zeitentableau. Rundenzeiten spielen bei den Tests ohnehin eine untergeordnete Rolle. Es gilt vielmehr, das eigene Paket mit dem neuen Aero-Paket und den richtigen Umgang mit den Reifen von Hankook zu erlernen.

Möchte man die Zeiten trotzdem bewerten, sorgte Joel Eriksson für eine kleine Überraschung. Der Rookie von BMW fuhr bei seinem allerersten Test-Einsatz die zweitschnellste Zeit des Tages. Der junge Schwede war in 1:32.840 Minuten nur 0,081 Sekunden langsamer als DTM-Veteran Paffett.

Daniel Juncadella hat seinen kürzlich erlittenen Schlüsselbeinbruch offenbar recht gut überstanden. Unter den Augen seines Arztes drehte der Mercedes-Pilot und DTM-Rückkehrer 121 Runden im Mercedes. Juncadella fuhr die drittschnellste Rundenzeit, gefolgt von Edoardo Mortara und Timo Glock auf den Plätzen vier und fünf. BMW-Neueinsteiger Philipp Eng aus Österreich wurde Sechster.

Die meisten Runden legte Mercedes zurück. Paffett, Juncadella und Mortara kamen zusammen auf 414 Runden in Hockenheim. Die BMW-Piloten Eriksson, Glock und Eng legten gemeinsam 375 Runden zurück. Das Audi-Trio fiel mit 333 Umläufen ein wenig ab. Meister Rast absolvierte nur 79 Runden und damit die wenigsten aller Fahrer.

Der Überraschungs-Champion der Vorsaion machte in Hockenheim einen auffällig entspannten Eindruck. Trotz angepeilter Titelverteidigung sei der Druck nicht so hoch wie 2017 in seinem Rookie-Jahr. "Letztes Jahr habe ich mir mehr Druck gemacht", sagte Rast. "Ich hatte gehofft, dass ich überhaupt einen Punkt hole. Ich habe mir viel Druck gemacht. Dieses Jahr habe ich aber die Gewissheit, dass ich in der Lage bin, vorne mitzufahren. Ich kann entspannter ins Jahr gehen."

Am Mittwoch steht der dritte von vier Testtagen in Hockenheim an. Für Audi am Start sind Mike Rockenfeller, Robin Frijns, Nico Müller und Jamie Green. Im Mercedes-AMG C 63 wechseln sich Lucas Auer, Pascal Wehrlein und Daniel Juncadella ab. BMW tritt mit dem Trio Bruno Spengler, Marco Wittmann, Augusto Farfus an.

DTM-Test Hockenheim: Dienstag

Fahrer Hersteller Zeit Runden
1 Gary Paffett Mercedes 1:32.759 141
2 Joel Eriksson BMW 1:32.840 137
3 Daniel Juncadella Mercedes 1:32.870 121
4 Edoardo Mortara Mercedes 1:33.095 152
5 Timo Glock BMW 1:33.132 104
6 Philipp Eng BMW 1:33.222 134
7 Rene Rast Audi 1:33.375 79
8 Robin Frijns Audi 1:33.529 151
9 Loic Duval Audi 1:33.741 103

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