DTM

DTM-Test Hockenheim: BMW vorn - Wehrlein trägt jetzt Bart

BMW gibt zum Test-Auftakt in Hockenheim den Ton an. Pascal Wehrleins neuer Style ist das Thema im Fahrerlager. Timo Glock nach Formel-1-Einsatz zurück.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Es geht wieder los! Die DTM macht sich derzeit bereit für den Start in die Saison 2018. Von Montag bis Donnerstag steigen die letzten Testfahrten in Hockenheim knapp einen Monat vor dem Auftakt an selber Stelle. Die erste Bestzeit im Motodrom setzte Marco Wittmann im BMW. Der zweifache Meister erzielte eine persönliche Bestzeit von 1:32.378 Minuten. Damit war Wittmann knapp drei Zehntel schneller als der Zweitplatzierte Nico Müller im Audi RS 5 DTM.

Zum Auftakt der Tests ließen es die Fahrer bei sommerlichen Temperaturen um die 22 Grad eher ruhig angehen. Zum Vergleich: 2017 fuhr Timo Glock die absolute Testbestzeit in Hockenheim und war in 1:30.201 Minuten mehr als zwei Sekunden schneller als Wittmann zum jetzigen Zeitpunkt. Wegen des neuen Aero-Pakets mit noch mehr Einheitsteilen und weniger Abtrieb werden in dieser Saison allerdings etwas höhere Rundenzeiten erwartet.

Mit Mike Rockenfeller, Bruno Spengler und Augusto Farfus auf den Plätzen drei bis fünf war das Zeitentableau zunächst in fester Hand von BMW und Audi. Bestplatzierter Mercedes-Pilot war Edo Mortara auf P5 mit einer 1:33.496 - knapp eine Sekunde langsamer als Spitzenreiter Wittmann.

Einen ersten Eindruck über das wahre Kräfteverhältnis sollte es in den kommenden drei Tagen geben, wenn die Fahrer an der Performance arbeiten. Zunächst stand das Verständnis für das neue Auto und die Reifen im Vordergrund - und damit Kilometer schrubben. Audi fuhr mit 368 Runden am Montag die meisten Umläufe, Mercedes folgte mit 362 Runden, BMW-Fahrer spulten 350 Runden ab.

Erstmals wieder im DTM-Einsatz war Rückkehrer Pascal Wehrlein. Der frühere Formel-1-Pilot fuhr einen halben Tag und sprang für den eigentlich eingeplanten Daniel Juncadella ein. Der Spanier hatte sich beim Fahrradfahren das Schlüsselbein gebrochen und soll am Dienstag seine ersten Runden im DTM-Mercedes drehen. So kam Wehrlein zu seiner ersten Fahrt, nachdem zuletzt in Vallelunga Lucas Auer mit einem Unfall Wehrleins Comeback verhindert hatte.

Die 2018er Autos von Audi, BMW und Mercedes in Hockenheim - Foto: Speedpictures

Wehrlein nach seinen 54 Runden und P7 im Klassement: "Ich habe nicht so große Unterschiede gespürt zum Auto von 2015. Es ist auch nicht entscheidend, ob es eine Sekunde schneller oder langsamer wird. Der Schritt vom Formel-1- zum DTM-Auto ist so groß, dass ich die Feinheiten nicht spüre, wie sehr sich die Aero verändert hat."

Wehrlein: Plötzlich Bart

Randthema im Fahrerlager: Wehrleins neuer Style - der jüngste DTM-Champion der Geschichte trägt inzwischen Schnurrbart! Dahinter steckt allerding kein tieferer Sinn, wie zunächst angenommen wurde. "Ich war einfach zu faul, mich heute zu rasieren", sagte Wehrlein im Interview mit Motorsport-Magazin.com.

Pascal Wehrlein mit neuem Style am Start - Foto: Speedpictures

Glock zurück von der Formel 1

Am Montag nur Zuschauer war Timo Glock. Der BMW-Pilot hatte am Wochenende das Formel-1-Rennen in Bahrain kommentiert, sich um zwei Uhr nachts in den Flieger gesetzt und war morgens um 07:00 Uhr erst in Deutschland gelandet. "Das erzähle ich jedes Jahr, ich kann eigentlich eine Kassette einlegen. In der DTM werde ich nie sagen, dass ich dieses Jahr um den Titel mitfahre. Es kommt auf Kleinigkeiten an, alles ist so eng zusammen. Letztes Jahr war mein stärkstes Jahr, das ist Fakt."

Am Dienstag sind neben Glock auch die Rookies Philipp Eng und Joel Eriksson für BMW im Einsatz. Audi startet mit Robin Frijns, Loic Duval und Meister Rene Rast. Mercedes lässt Gary Paffett, Edo Mortara und Paul Di Resta ran, Juncadella übernimmt am Nachmittag di Restas Rennwagen.

DTM-Test Hockenheim: Montag

Fahrer Team Zeit Runden
1 Marco Wittmann BMW 1:32.378 131
2 Nico Müller Audi 1:32.665 124
3 Mike Rockenfeller Audi 1:32.932 126
4 Bruno Spengler BMW 1:32.985 103
5 Augusto Farfus BMW 1:33.079 116
6 Edoardo Mortara Mercedes 1:33.496 113
7 Pascal Wehrlein Mercedes 1:33.524 54
8 Gary Paffett Mercedes 1:33.591 128
9 Jamie Green Audi 1:33.787 118
10 Paul Di Resta Mercedes 1:33.903 67

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