DTM

Stimmen Rennen 2: Marco Wittmann sehr enttäuscht

Wittmann wird Stunden nach dem Rennen disqualifiziert und erntet Mitleid. Alle Stimmen zum Sonntagsrennen der DTM in Zandvoort.

Motorsport-Magazin.com - Mike Rockenfeller (1.) "Wenn man von Position sechs startet, ist ein zweiter Platz super. Einen Sieg nachträglich zu erben ist nicht dasselbe wie ein Sieg auf der Rennstrecke. Aber so sind die Regeln, und die zusätzlichen Punkte nehme ich natürlich gerne mit. Für das Team ist es toll, dass es auch Loïc (Duval) aufs Podium geschafft hat."

Loic Duval (2.) "Ein wirklich positives Wochenende mit einem Doppelpodium für Phoenix. Für mich war es eine schöne Überraschung, ich hatte am Sonntag nicht damit gerechnet, bis ich die Ziellinie überquerte. Meine Performance hat an beiden Tagen einen weiteren Schritt vorwärts gemacht. Es lief bereits in Moskau besser. Wir haben hier auch als Team gut zusammengearbeitet. Ein Schwachpunkt waren meine beiden Starts. Wir hatten ein Problem, das wir für die Zukunft lösen müssen."

Mattias Ekström (3.) "Für mich war es ein hartes Wochenende, ich war im Qualifying nicht schnell genug. Am Samstag hatte ich einen kleinen Fehler mit großer Wirkung. Im zweiten Rennen am Sonntag war es gut, mit dem dritten Platz 15 wichtige Punkte für die Meisterschaft zu holen und die Führung zu übernehmen. Ich habe sehr hart dafür gekämpft. Als Nächstes reise ich nun zur Rallycross-WM nach Frankreich. Danach muss ich fürs nächste Rennen auf dem Nürburgring daran arbeiten, wieder schneller zu werden. Im Qualifying wird es dort mit unserem Gewicht noch schwerer als hier."

Nico Müller (4.) "Das schwierige Wochenende hatte ein versöhnliches Ende. Wir haben mit einem technischen Problem im ersten Freien Training angefangen und dadurch viele Runden verpasst, diese Erfahrung hat uns am gesamten Wochenende gefehlt. Wir waren zu langsam, ich hatte die schlechtesten Qualifyings meiner gesamten DTM-Karriere. Das müssen wir für die kommenden Rennen wieder hinbekommen. Am Sonntag bin ich von Platz zehn auf fünf nach vorn gefahren und habe wichtige Punkte geholt. Damit bin ich happy."

Gary Paffett (5.) "Das war ein Mega-Rennen vom 17. Startplatz für mich. Nach der Disqualifikation hatten wir nicht mehr viel erwartet, aber wir hatten eine großartige Strategie. Ich pushte, wenn es nötig war, und gab alles, sodass ich an Augusto vorbeikam. Das war ein tolles Manöver gegen ihn außen herum in Kurve eins. Danach war ich Sechster - das war mega. Gegen Rennende hatten die beiden Audi von Ekström und Müller vor mir zu kämpfen. Müller blockte mich das gesamte Rennen über, um Eki zu helfen. Ich überholte ihn in Kurve eins und dann ließ mich Eki ausgangs der Kurve auflaufen. Das gleiche machte er in Kurve zwei, um Nico wieder vorbeizulassen. Das ist nicht fair und ich bin von dem Manöver enttäuscht."

Maxime Martin (6.) "Es war ein schwieriges Rennen. Beim Start habe ich das Auto abgewürgt. Ich weiß nicht, warum das passiert ist, denn es war alles wie immer. Vom letzten Platz aus hat man es dann natürlich schwer. Aber wir haben noch Punkte geholt, das war dann okay."

Timo Glock (7.) "Ich hatte eine gute erste Runde und habe gleich ein oder zwei Autos überholt. Ich bin dann früh an die Box und hatte danach eine gute Pace. Ich war schneller als Maxime, kam aber nicht an ihm vorbei. Doch wir müssen damit zufrieden sein, zumindest noch in die Top-10 gekommen zu sein."

Augusto Farfus (8.) "Wir haben bereits nach der ersten Runde gestoppt, und das hat sich leider nicht ausgezahlt. Aber das ist Racing. Dennoch kann ich Positives aus Zandvoort mitnehmen. Wir hatten das schnellste Auto und haben die Pole geholt, das ist gut. Aber es ist uns nicht gelungen, unsere Chancen auf en Podium zu nutzen."

Jamie Green (9.) "Am Samstag hatte ich ein schlechtes Qualifying und dann ein gutes Rennen. Am Sonntag hatte ich mit Startplatz vier ein gutes Qualifying, jedoch ein schwaches Rennen. Ein Fehler geht auf mein Konto: In der ersten Runde war ich neben der Strecke. Als ich später Robert Wickens überholte, hat er mich umgedreht, ich denke, da hatten wir beide Schuld, vielleicht sogar er etwas mehr. Durch den Dreher habe ich viel Zeit verloren. Am Ende hatte ich Glück, dass ich nach so einem ereignisreichen Rennen noch Punkte holen konnte."

Bruno Spengler (10.) "Für BMW war es insgesamt ein gutes Wochenende. Schade, dass es uns nicht gelungen ist, das Auto für das Qualifying perfekt hinzubekommen. So war dann in den Rennen nicht mehr möglich. Jetzt konzentrieren wir uns auf den Nürburgring."

Maro Engel (11.) "Schade, das Rennergebnis ist wahnsinnig enttäuschend für mich. Mein Auto war heute super. Aber leider habe ich einen möglichen Podestplatz verloren. Vielen Dank an die Jungs, die mir ein Mega-Auto hingestellt haben. Am meisten tut es mir für das gesamte Team leid. Sie hätten es verdient gehabt, einen Fahrer auf dem Podium zu haben. Aber so ist der Rennsport. Heute hatten wir Pech, jetzt blicken wir nach vorne und versuchen, am Nürburgring zurückzuschlagen."

Edoardo Mortara (12.) "Das war leider ein Wochenende zum Vergessen, ganz besonders der Sonntag. Der heutige Tag war einfach fürchterlich. So etwas möchte ich nicht noch einmal erleben. Erst die Geschichte mit Timo Glock im Qualifying, dann der Reifenschaden im Rennen... Ich hatte mir von diesem Wochenende viel mehr versprochen. Leider war das nicht möglich. Jetzt muss ich einfach nach vorne blicken."

Tom Blomqvist (13.) "Leider habe ich in der Aufwärmende das Auto verloren und dabei ein Teil an der Strecke getroffen. Dabei hat sich die Fahrertür gelöst. Also musste ich in die Box und von dort starten. Zudem bekam ich eine Durchfahrtsstrafe. Es war einfach ein Rennen zum Vergessen."

Lucas Auer (14.) "Der Frust ist nicht groß. Wir müssen uns etwas sortieren und einen klaren Blick bekommen. Dann geht es weiter. Ich habe es schon immer gesagt: Im Sport geht es schnell nach oben und schnell nach unten. Am Ende musst du beides überstehen. Als nächstes steht der Nürburgring an, der letztes Jahr gut für uns war. Ich blicke dem optimistisch entgegen und habe keine Angst davor."

Robert Wickens (ausgefallen) "Ich hatte einen richtig guten Start und lag nach der ersten Runde direkt hinter Rocky und Wittmann. Ich war Dritter und da sah die Welt noch in Ordnung aus. Dann ging ich in Runde zwei zusammen mit Green und einigen anderen Fahrern an die Box. Nach dem Stopp wollte Green den Helden spielen und fuhr mir in Kurve elf in die Seite. Er hat mich komplett von der Strecke geschoben und ich wusste nicht, wo ich hin sollte. Deshalb traf ich ihn in Kurve zwölf. Danach hatte ich einen Reifenschaden und mein Auto war insgesamt stark beschädigt, weshalb ich es auch abstellen musste. Das war ein richtig schlechtes Wochenende für mich, denn ich dachte eigentlich, dass ich heute Punkte einfahren könnte."

Paul Di Resta (ausgefallen) "Ich hatte schon bessere Wochenenden. Gestern hatte ich Pech. Wir hatten ein paar Probleme und ich machte einen Fehler im Qualifying. Im Rennen konnten wir uns aber zurückkämpfen. Heute sahen wir im Training stark aus. Danach hatten wir aber technische Probleme und die Jungs haben fantastische Arbeit abgeliefert, um das Auto für das Rennen fertig zu bekommen. Leider kamen dann die Probleme zurück und ich sah eine Warnung auf dem Display. Deshalb entschieden wir uns dazu, das Auto aus dem Rennen zu nehmen, um die Probleme für die nächsten Wochenenden nicht zu verschlimmern."

René Rast (ausgefallen.) "Ein frustrierendes Wochenende! Ich habe wieder nur zwei Punkte gesammelt. Am Samstag waren wir nicht schnell genug, im Rennen hatte ich gleich eine Berührung und habe dabei ein paar Teile verloren. Am Sonntag hatte ich einen Kontakt mit einem Mercedes, dabei ist die Radaufhängung gebrochen. Ich kam mit kalten Reifen aus der Box und habe versucht, mich zu verteidigen. Ich habe Tom Blomqvist gesehen und wusste nicht, dass Maro Engel dahinter war. Er hat sich scheinbar bedroht gefühlt und ist öfter in mein Auto gefahren, wodurch die Aufhängung gebrochen ist."

Marco Wittmann (disqualifiziert) "Ich bin natürlich sehr enttäuscht, aber da kann man als Fahrer nichts machen. Wir müssen das akzeptieren und sicherstellen, dass so etwas nicht mehr vorkommt. Es war für mich trotzdem ein mega Wochenende. Unsere Pace war sehr gut. Am Nürburgring greifen wir wieder an."

Uli Fritz (MB) "Das heutige Rennen war leider sinnbildlich für das ganze Wochenende. Platz 6 für Gary ist leider das einzig Positive, was es heute zu berichten gibt. Maro, Luggi und Rob mussten jeweils mit einem Reifenschaden aufgrund von Berührungen einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen bzw. das Rennen frühzeitig beenden. Auch Paul konnte das Rennen nicht beenden und für Edo war die Ausgangssituation durch seinen Penalty sowieso schon hart. Alles in allem nicht unser Wochenende."

Dieter Gass (AUDI) "Das war natürlich sehr ärgerlich, weil auch René (Rast) sehr gut unterwegs war. Es war trotzdem ein gutes Mannschaftsergebnis für uns. Es war ein unheimlich aufregendes Rennen, weil wir bis zur letzten Sekunde zittern mussten, ob es Mattias (Ekström) ins Ziel schafft. Wir haben am Funk gehört, dass er Probleme mit dem Reifenluftdruck hatte, und wir haben bei anderen Fahrern Reifenschäden gesehen. Mike (Rockenfeller) ist erneut stark gefahren, und Loïc (Duval) hat endlich seine ersten Punkte gesammelt – und das gleich mit einem Podiumsergebnis."

Jens Marquardt (BMW) "In Zandvoort haben wir insgesamt viele Punkte gewonnen. Der Dreifachsieg am Samstag mit Timo Glock, Marco Wittmann und Maxime Martin auf dem Podium war ein absolutes Saison-Highlight. Leider konnten wir aufgrund der Disqualifikation für Marco Wittmann am Sonntag keinen zweiten Sieg folgen lassen. Das ist natürlich sehr schade. Wir werden uns genau ansehen, wie es dazu gekommen ist. Maxime Martin und Timo Glock haben im Rennen sehr gut gekämpft, auch Augusto Farfus und Bruno Spengler konnten Zähler mitnehmen. Harte Überholmanöver, jede Menge Action und viele Punkte: Zandvoort war für uns trotz der Enttäuschung über den verlorenen Sieg am Sonntag auch in diesem Jahr eine Reise wert."


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