DTM

Rockenfeller nach Knochenbruch: Noch nicht perfekt

Mike Rockenfeller gibt zu: Nach dem schweren Unfall am Norisring ist mit seinem Fuß noch nicht alles perfekt. Bekommt er Probleme in Zandvoort?
von Robert Seiwert
Norisring-Unfall: Paffett rutscht in Rockenfeller: (00:59 Min.)

Die Krücken sind inzwischen weg, doch der schwere Unfall vom Norisring haftet Mike Rockenfeller noch immer etwas an. Nachdem er zuletzt in Moskau sensationell auf das Podium gefahren war, erweckte es den Anschein, dass der leichte Mittelfußbruch kein Problem mehr und inzwischen verheilt sei. Dem ist aber nicht so, wie der Audi-Pilot am Freitag in Zandvoort mitteilte.

"Es ist noch nicht perfekt", sagte Rockenfeller. "Ich hatte erwartet, dass es komplett heilt und keine Probleme gibt. Aber es braucht Zeit." In Moskau musste Rockenfeller erstmals in seiner DTM-Karriere mit dem rechten Fuß das Bremspedal betätigen. Die Umstellung meisterte er mit Bravour. Wiederholung in Zandvoort? Rocky: "Ich bin nicht sicher, ob ich hier mit links bremsen kann."

Er wolle das erste Training am Freitagabend abwarten, um zu entscheiden, was der bessere Weg ist. "Ich schaue erst mal auf meinen Fuß", sagte Rockenfeller. "Es ist nichts Großes, aber eben ein Detail. Bis jetzt ging es schon besser als in Moskau, wo ich noch auf Krücken unterwegs war. Da hat allein das Gehen schon weg getan." Rockenfeller fuhr im 1. Training auf den zehnten Platz, bremste weiter mit rechts.

In Zandvoort gibt es zwei harte Bremszonen, auf dem Weg in Kurve 1, die berüchtigte Tarzanbocht. Sowie die Rechts-Links-Schikane nach Kurve 11 - an diesen beiden Stellen dürfte Rockenfeller die Nachwehen seiner Verletzung am meisten spüren. Der Rest des Dünenkurses ist eher flüssig. Der neue, glatte Asphalt und dadurch weniger Bodenwellen dürften auch nicht schaden.

"In Moskau war mit dem rechten Fuß schon noch Luft nach oben beim Bremsen", sagte Rockenfeller nun. "Das ist eigentlich gut mit Blick auf das Wochenende hier. Die Sommerpause hat geholfen, aber es ist noch nicht perfekt. Ich werde noch ein bisschen rumprobieren. Eine Verletzung möchte ich nicht riksieren."

Dass Rocky Zandvoort kann, hat er in der Vergangenheit bewiesen. 2011 gewann er hier sein erstes DTM-Rennen, 2013 machte er den Titelgewinn an gleicher Stelle perfekt. Sollte Rockenfeller oder ein anderer Audi-Fahrer am Wochenende nicht fahren können, stünde erneut McLaren-Junior Nyck de Vries parat.


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