DTM

Timo Glock trotz Rückschlag am Lausitzring gelassen

Timo Glock hatte einen guten Saisonauftakt am Hockenheimring. Am Lausitzring blieb der BMW-Pilot jedoch hinter seinen Erwartungen zurück.
von Manuel Schulz

Motorsport-Magazin.com - Mit 25 Zählern verließ Timo Glock den Hockenheimring und reiste mit nur 15 Meisterschaftspunkten Rückstand auf den Spitzenreiter Lucas Auer an den Lausitzring. Dort sollte dieses Mal endlich die BMW-Durststrecke enden. Doch es sollte anders kommen. Nach den Startplätzen 5 und 13 blieb der ehemalige Formel-1-Pilot trotz größter Bemühungen punktlos.

"Es tut weh, wenn du aus einem Wochenende keine Punkte mitnimmst. Am Samstag sah es gut aus, aber dann haben wir es beim Boxenstopp vermasselt und ich am Boxenausgang", erklärte Glock auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. "Allerdings wären wahrscheinlich auch so keine Punkte drin gewesen, denn uns hat einfach der Speed gefehlt." Sein Markenkollege Maxime Martin wurde von Startplatz drei trotz einer fehlerfreien Leistung bis auf die achte Position zurückgereicht.

Das Problem bei Glocks Boxenstopp war die Outlap. Aufgrund des Verbots der Heizdecken sind Pneus nach dem Reifenwechsel kalt. "Man hat im ersten Rennen gesehen, wie wenig Grip der Reifen in den ersten zwei oder drei Kurven aufbaut", erläuterte BMW-Motorsportchef Jens Marquardt. "Bei Timo war es das Gleiche. Links herum ging es, in Rechtskurven ist er einfach geradeaus gefahren."

Abstimmung sorgt für unruhiges Auto

"Ich hatte mir schon mehr ausgerechnet, weil ich mein Auto anders abgestimmt habe", gab Glock zu. "Ich kann nicht erklären, warum wir auf dem Lausitzring so schlecht aufgestellt sind im Vergleich zu den anderen." Die einzige Erklärung liegt in der Besonderheit der Abstimmung des BMW M4 DTM-Boliden.

"Aufgrund der Art wie unser Auto konzipiert ist, tun wir uns mit den starken Bodenwellen sehr schwer", so Marquardt. "Wir bekommen es mit unserem Paket nicht hin, dass unsere Fahrer so viel Grip haben wie die Konkurrenz." Timo Glock kann das aus Fahrersicht nur bestätigen: "Das Auto ist auf der unebenen Strecke immer nur am Springen. Man bekommt manchmal gar nicht die Kraft auf den Boden. Wenn ich dann den Mercedes hinterherfahre, der liegt deutlich ruhiger über die Bodenwellen und kann dann auch früher ans Gas gehen.

Hoffnung für 2018?

"Es ist sehr uneben und das Bouncing ist sehr heftig", betont Glock. "Mit offenem DRS und niedrigen Reifendrücken ist es noch schlimmer." Doch für das kommende Jahr besteht eventuell Hoffnung. "Ich habe gehört, dass sie über den Winter neu asphaltieren wollen. Das würde uns helfen."

Trotz des schlechten Wochenendes am Lausitzring ist Glock aber nicht niedergeschlagen. "Ich habe immer noch Spaß am Auto fahren, auch wenn wir hier kein gutes Ergebnis einfahren konnten. Ich hoffe, dass wir den Speed aus Hockenheim in Budapest wiederfinden."


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