DTM

Götz, Vietoris und Co.: So sieht ihre Zukunft aus

Maximilian Götz muss sich nach dem Abschied aus der DTM einen neuen Job suchen. Kehrt er zu seinen erfolgreichen Wurzeln zurück?
von Robert Seiwert
Götz, Vietoris und Co.: Danke, Jungs!: (02:05 Min.)

Das Mercedes-AMG DTM-Team tritt in der Saison 2017 mit neuem Gesicht auf. Edoardo Mortara und Maro Engel kommen - dafür mussten im Zuge der Starterfeldverkleinerung vier Fahrer ihre Cockpits räumen. Maximilian Götz, Christian Vietoris, Daniel Juncadella und Felix Rosenqvist müssen sich zum Teil neu orientieren. Der Schwede dürfte sich keine allzu großen Sorgen machen, hat er doch inzwischen ein neues Zuhause in der Formel E gefunden, wo ihm sogar Chancen auf die Meisterschaft eingeräumt werden.

Wie es für seine drei ehemaligen Mercedes-Kollegen weitergeht, steht noch nicht offiziell fest. Gerade bei Götz stehen die Chancen allerdings gut, dass er in den GT-Sport zurückkehren wird. Mit Erfolgen im GT3-Mercedes hatte er sich vor zwei Jahren für ein Cockpit in der DTM bei Mercedes empfohlen. Angesichts seiner starken Auftritte im SLS-Flügeltürer sowie zuletzt dem Nachfolger AMG-GT3 könnte der 30-Jährige weiter für die Marke mit dem Stern an den Start gehen.

Viel dazugelernt

"Ich möchte mich herzlich bei Mercedes-AMG und speziell Toto Wolff, Uli Fritz und Tobias Moers für das in mich gesetzte Vertrauen bedanken", teilte Götz am Donnerstag mit. "Die zwei Jahre in der DTM haben mir großen Spaß gemacht und ich habe unheimlich viel dazugelernt. Es war eine großartige Zeit, in der ich viele tolle Menschen kennenlernen durfte." In seinen zwei Jahren war sein bestes Ergebnis ein vierter Platz beim Rennen 2016 in Moskau.

Götz habe sich mehr Erfolg in seiner DTM-Zeit erhofft, blickte aber positiv auf die zwei Jahre in der Tourenwagenserie zurück. "Ich hatte in all den Rennen tolle Duelle mit Champions und habe bewiesen, dass ich ein echter Racer bin, der sich durchsetzen kann", sagte er. "Gern hätte ich in der DTM noch mehr Erfolge gefeiert, nun warten aber neue Aufgaben auf mich." Die DTM werde für ihn weiter ein Thema bleiben und sicherlich wird er an einigen Rennwochenenden vor Ort sein.

Erfolgreiche GT-Vergangenheit

"Meine gesammelte Erfahrung wird mir sicherlich helfen, bei meinen neuen Aufgaben wieder um Siege und Meisterschaften zu kämpfen", blickte Götz zuversichtlich in die Zukunft. Als wahrscheinlich gilt die Rückkehr in die Top-Serien des GT3-Sports, also ADAC GT Masters oder Blancpain GT Series sowie Einsätze bei einigen 24-Stunden-Rennen.

In beiden Serien weist Götz zahlreiche Erfolge auf. 2012 gewann er im ADAC GT Masters die Meisterschaft für kfzteile24 MS Racing an der Seite von Sebastian Asch, dem Sohn von DTM-Ikone Roland Asch. 2014 feierte er gemeinsam mit Maxi Buhk den Gesamtsieg in der Blancpain Sprint Series - beide Male war er im Mercedes-AMG GT3 unterwegs. 2013 gewann er mit dem Mercedes-Team HTP die 24 Stunden von Spa-Francorchamps, zuletzt 2016 schaffte er es beim 24h-Klassiker auf dem Nürburgring mit gleichem Team aufs Podium.

Ob Vietoris und Juncadella sich ebenfalls in Richtung Sportwagen-Bereich orientieren, ist noch nicht absehbar. Der Eifler, seit 2011 in der DTM, fuhr 2016 mit Mercedes beim dramatischen 24-Stunden-Rennen in seiner Heimat zu Platz zwei. Ansonsten hatte sich Vietoris, in der DTM neunmal auf dem Podium, größtenteils auf die Tourenwagen fokussiert. Juncadella kündigte unterdessen baldige Neuigkeiten. Der Spanier wurde zuletzt mit der Formel E in Verbindung gebracht.


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