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Green-Day in der Lausitz? - Green dominiert: Pole am Sonntag

Jamie Green dominiert das Geschehen in der Lausitz. Der Vortagessieger schnappte sich am Sonntag die Pole-Position. Vier Audi an der Spitze.
von Sönke Brederlow

Motorsport-Magazin.com - Die Nummer vier scheint die Zahl des Tages: Zum vierten Mal in Folge startet ein Audi von der Pole-Position. Vier Audis lagen im 20-minütigen Zeittraining an der Spitze. Jamie Green schnappte sich mit einer überlegenen Bestzeit von 1:17.386 Minuten den ersten Startplatz für das zweite Rennen am Sonntag. Mattias Ekström wurde Zweiter, gefolgt von Timo Scheider und Miguel Molina.

Es ist schön, mal wieder auf der Pole zu stehen.
Jamie Green

"Es ist schön, mal wieder auf der Pole zu stehen. Ich hatte schon vorher das Gefühl, dass dies auch möglich ist. Das Auto funktionierte sehr gut und gestern im Rennen war die Pace auch super.", jubelte der Brite gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Die Performance ist da - danke an Audi für diese Chance!" Dabei kämpft Green noch immer mit einer heiseren Stimme, auch wenn sie auf dem Wege der Besserung ist. "Heute geht es ein bisschen besser", verriet der Audi-Pilot. "Das war gestern ein Problem mit der Kommunikation am Funk."

Nun hofft Green auf eine gute Fortsetzung des Samstags. "Ich hoffe auf einen Sieg", ist er im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com ehrlich. "Es ist immer hart hier, aber wir haben eine gute Chance. Der Vorsprung ist natürlich ein schöner Bonus. Wenn alles nach Plan läuft, gelingt mir wieder ein gutes Resultat. Aber ich nehme nichts als gegeben hin."

Jamie Green dominiert das Geschehen in der Lausitz - Foto: Audi

Auch der zweitplatzierte Ekström ist zufrieden. "Es war schon okay", freut sich der Schwede. "Beim ersten Outing hatten wir eine langsame Outlap, da ging gar nichts. Der zweite Platz ist in Ordnung. Der Abstand zu Jamie ist eine Welt. Alle Autos sind gleich, aber er macht sein Setup unglaublich gut. Da kann man nur Komplimente machen."

Jetzt kann ich wirklich mal Ausschau nach Punkten halten!
Timo Scheider

Überraschend auch Timo Scheider: Der Audi-Pilot raste auf den dritten Startplatz. "Jetzt kann ich wirklich mal Ausschau nach Punkten halten!", jubelte er im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. "Ich bin happy, keine Frage." Dabei lief es zu Beginn gar nicht rund. "Im ersten Outing hatten wir ein bisschen Verkehr gehabt, da musste ich langsamer bei meiner Outlap fahren - und schon passte das Vorwärmprozedere des Reifens nicht zu 100 Prozent", verriet Scheider. "Deshalb bekommst du den Reifen nicht richtig ans Arbeiten. Aber das letzte Outing war gut."

Audi zeigte wieder eine überragende Leistung - Foto: DTM

Mercedes enttäuscht

Maxime Martin erreichte als bester BMW-Pilot den fünften Startplatz, gefolgt von Edoardo Mortara und Markenkollege Augusto Farfus. Nico Müller und Mike Rockenfeller unterstrichen das gelungene Audi-Ergebnis mit den Startpositionen acht und neun.

Zwar ist es schön schnellster Mercedes zu sein, aber der zehnte Platz ist nicht das, was wir uns erhofft haben.
Daniel Juncadella

Daniel Juncadella landete als bester Mercedes-Pilot lediglich auf der zehnten Position. "Ich habe gemischte Gefühle was das Qualifying angeht", erklärte der Spanier. "Zwar ist es schön schnellster Mercedes zu sein, aber der zehnte Platz ist nicht das, was wir uns erhofft haben." Für den Piloten von Mücke, die in der Lausitz ihr Heimspiel haben, eine Enttäuschung. "Die Zeiten sind aber auch wirklich sehr eng beisammen", so Juncadella. "Auf Position zwei fehlen mir gerade einmal etwa ein Zehntel. Es ist schade, aber ich denke wir haben ein gutes Auto für das Rennen, daher freue ich mich darauf."

Timo Glock verabschiedete sich kurz vor der Halbzeit der Session mit einem Highspeed-Dreher in das Kiesbett. Nachdem sich die riesen Staubwolke gelichtet hatte, konnte der BMW-Pilot seine Fahrt nach einem Reifenwechsel jedoch fortsetzen. Am Ende erreichte er lediglich den 21. Startplatz.

Juncadella als bester Mercedes nur auf Rang zehn - Foto: DTM
Im Warm-Up habe ich leider zu viel probiert und bin neben die Strecke gekommen
Maximilian Götz

Für Maximilian Götz endete das Qualifying sogar auf dem letzten Platz. "Im Warm-Up habe ich leider zu viel probiert und bin neben die Strecke gekommen", verriet der DTM-Rookie. "Dabei wurde das Auto vorne ziemlich stark beschädigt. Wir mussten viel reparieren und wurden nicht rechtzeitig fertig. Wir sind jetzt eine Check-Runde gefahren um zu schauen, ob alles wieder sitzt." Für das Rennen gibt es jedoch Hoffnung. "Dafür habe ich im Rennen jetzt zwei frische Reifensätze, was helfen sollte", ist Götz optimistisch. "Ich hoffe, wir können so einige Positionen im Rennen gewinnen."

Wie schon am Vortag, als Marco Wittmann und Augusto Farfus wegen Behinderungen im Qualifying um fünf Positionen versetzt wurden, gibt es auch am Sonntag einige Untersuchungen. Adrien Tambay soll Bruno Spengler behindert haben, während dieser wiederum Mike Rockenfeller im Weg gestanden haben soll. Die Rennleitung bewertet die Vorfälle und trifft entsprechende Entscheidungen.

Der Start des zweiten Rennens auf dem Lausitzring erfolgt um 14:23 Uhr.


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