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DTM

Günther Steiner: In der DTM zählt der Fahrer mehr

Vor seinem Wechsel zu Red Bull Racing sprach Günther Steiner noch einmal über die DTM und deren anhaltenden Boom.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Seit dem vergangenen Donnerstag ist es offiziell: Opel Technikchef Günther Steiner wechselt mit sofortiger Wirkung in die Formel 1 zum neuen Red Bull Racing Team und kommt damit dem Opel-Rückzug aus der DTM zuvor.

Wie die Zukunft der Rüsselsheimer im Motorsport aussehen wird, weiß Steiner hingegen noch nicht. "Wahrscheinlich wird Opel eine andere Serie fahren", verriet er gegenüber Südtirol Online. "Die DTM ist relativ teuer. Wir haben schon heuer weniger Autos, weil wir das Budget gekürzt haben." Dennoch möchte Opel in der letzten Saison "noch einmal angreifen".

Im Vergleich zu seinem neuen und alten Betätigungsfeld Formel 1 muss Steiner aber zugeben, dass der Fahrer in der DTM mehr Gewicht trägt. "Ja, der Fahrer zählt mehr", stimmt er zu, "weil es im Gegensatz zur F1 keine Kontrollen gibt. Es fehlt z.B. die Startkontrolle und die Traktionskontrolle."

Den großen DTM-Boom der vergangenen Jahre erklärt sich der Italiener mit den Problemen der Königsklasse. "Die F1 hat eine Sättigung erreicht. In der DTM ist die Show auch gut. Die Autos kommen manchmal sogar in Kontakt. Das geht in der Formel-1 nicht, weil es dort zu gefährlich ist. Zudem sind die Zeitabstände nur sehr gering. In der DTM sind drei Hersteller mit jeweils anderen Motoren ganz eng zusammen. Oft entscheiden wenige Hundertstel über Sieg oder Niederlage."