DTM

Das kann voll nach hinten losgehen - Risiko! Glock setzt auf unübliche Strategie

Timo Glock blickt von Startplatz 10 in Brands Hatch nach vorn. Das Team hat einen Plan ausgeheckt, wie der BMW-Pilot im Rennen Plätze gutmachen soll.
von Frederik Hackbarth & Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Kein Risiko, kein Erfolg: Unter diesem Motto nimmt Timo Glock das Rennen in Brands Hatch in Angriff. Der BMW-Pilot ist in der Startreihenfolge der erste, der auf den Standard-Reifen losfährt. Die neun anderen Piloten vor ihm vertrauen zu Beginn auf den schnellen Option-Reifen. Glock erklärt seinen Plan exklusiv bei Motorsport-Magazin.com: "Wenn ich die Strategie wähle, die die meisten anderen auch haben - also mit dem weichen Reifen losfahre - dann komme ich auf Platz 9, 10 oder 11. Du kannst hier quasi nicht überholen, also hoffe ich auf eine gute Startrunde. Deshalb gehe ich das Risiko ein und hoffe, dass ich eine andere Strategie fahre als die anderen, um dadurch ein paar Plätze gut zu machen."

Klingt nach einem geschickten Plan, doch Glock muss gerade zu Beginn heftig kämpfen, denn ab der zweiten Kurve dürfte der Option-Reifen beginnen, sein Potenzial zu entfalten. In Hockenheim war die Option-Mischung weitaus schneller als sein Standard-Pendant, das zeigte sich auch beim Start. Glock muss also schauen, dass er nicht schon früh den Anschluss verliert und sich nach hinten orientieren muss. "Das kann voll nach hinten losgehen, oder uns ein paar Plätze nach vorn bringen", wollte sich der frühere Formel-1-Pilot noch nicht festlegen. "Ich versuche, in der Rennmitte Zeit wieder reinzuholen, aber wir müssen auch schauen, was die anderen machen. Hoffentlich habe ich morgen wieder ein Auto, in das ich Vertrauen habe."

Beim Training am Samstagmorgen fühlte sich Glock überhaupt nicht wohl mit der Balance seines Autos, erst im Verlauf des Qualifyings wurde es besser. Das Q3 verpasste er am Ende wegen einer gestrichenen Rundenzeit, weil er in Kurve drei über das Streckenlimit hinausschoss. "Wenn ich morgen hinter ein paar Leuten herfahre, ist es vielleicht gut zu sehen, was die anders machen", scherzte Glock. Einen Vorteil wegen seiner Reifenkenntnis aus der Formel 1 wollte er unterdessen nicht gelten lassen: "Hankook kann man nicht mit Pirelli vergleichen, das sind total unterschiedliche Reifen - ich habe dadurch keinen Vorteil."


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