Als am Samstag nach Q2 feststand, dass Timo Scheider das Rennen in der Lausitz aus Position neun in Angriff nehmen würde, waren die Gesichter lang. Genau das entgegengesetzte Bild bot sich am Sonntag nach dem Rennen, als Scheider seinem Team vom zweiten Treppchen aus zulächelte. "Es war ein außergewöhnliches Rennen. Ich hatte ein phantastisches Auto", jubelte Scheider über sein Rennen.

Schon im Vorfeld entschied man sich eine andere Strategie zu wählen als die anderen Fahrer. Doch dafür war von Scheider Höchstleistung gefordert. "Sie fragten, ob ich vier Qualifyingrunden fahren kann", schilderte er den Funkspruch, "aber, als ich diese vier Runden dann gefahren hatte, haben sie mich um weitere gebeten", verriet der Audi-Pilot, der in Runde 30 von 52 erstmals stoppte. "Ich habe von Beginn an gepusht, es war mehr oder weniger ein Qualifyingrennen für mich."

Vertrauen gesucht

Nach dieser guten Leistung hofft der Meister von 2008 und 2009 wieder ein Wörtchen im Titelrennen mitsprechen zu können. "Ich denke, wir haben einen wichtigen Schritt für mich persönlich, aber auch für das Team gemacht", klärte der Audi-Pilot auf. "Ich hoffe, dass wir noch Boden gutmachen können, aber wir sind nicht bei wünsch dir was."

Denn seit Beginn der Saison lief es nicht rund und man hätte damit zu kämpfen, alles richtig zu machen. So sei auch die Qualifikation von einer falschen Setup-Entscheidung bestimmt gewesen. "Wir kämpfen um Vertrauen, das wir brauchen, um wieder zurückzufinden."