Besser hätte es für Audi am Lausitzring kaum laufen können. Die Ingolstädter beendeten den fünf Jahre andauernden "Fluch" und fuhren wieder einmal einen Sieg auf dem EuroSpeedway ein. Martin Tomczyk sicherte sich in seinem Jahreswagen bereits den zweiten Saisonerfolg, für den Audi-Doppelsieg sorgte Timo Scheider.

"Das war ein sehr starkes Rennen von Martin", gratulierte anschließend Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich. "Glückwunsch auch an Timo, der von sehr weit hinten nach vorne gefahren ist." Scheider hatte sich im Qualifying am Samstag vom sechsten Platz aus angesehen, wie Mercedes die Doppel-Pole durch Bruno Spengler und Jamie Green holte. Alles deutete auf den erwarteten Stuttgarter Sieg beim vierten Rennen der Saison hin, doch es kam anders.

Aggressiver Tomczyk

Tomczyk sorgte nicht nur für die Wende, er übernahm auch gleichzeitig die Führung in der Gesamtwertung. "Martin ist sehr aggressiv gefahren und schaffte es auch dank einer guten Strategie auf P1", lobte Ullrich seinen Jahreswagen-Star. Nicht nur die Tomczyk und Scheider seien laut dem Österreicher gut unterwegs gewesen, sondern die gesamte Audi-Truppe.

"Wir haben den Schwung in Zandvoort aufgenommen, in Österreich durchgebracht und bis hier in die Lausitz getragen", so Ullrich. Er hofft nun, dass Audi diesen auch mit nach Nürnberg zum nächsten Meisterschaftsrennen mitnehmen kann. Nach Spenglers Auftaktsieg am Hockenheimring, hatte Audi in den vergangenen drei Rennen ganz oben gestanden. Nun wollen die Ingolstädter an den starken Resultaten anknüpfen. Doch einfach wird das nicht", gab Ullrich zu.

Nicht ganz zufrieden war Ullrich mit der Performance von Oliver Jarvis. Der Brite musste sich hinter dem Mercedes-Duo Spengler/Paffett mit dem fünften Rang begnügen. Noch immer hat der Neuwagen-Pilot nicht den richtigen Speed gefunden. "Jarvis hätte mehr bringen können", fand auch Ullrich. Er habe während des Rennens lange Zeit hinter Jamie Green festgehangen und sei nicht vorbei gekommen. "Das gehört leider zu diesem Sport dazu", fand Ullrich auch tröstende Worte.