Bis zum Qualifying hatte vieles darauf hingedeutet, dass Timo Scheider in Zandvoort weit oben landet. Der Audi-Pilot hatte sich bei den vorangegangenen Trainings jeweils die Bestzeit geschnappt, doch beim Qualifying reichte es nur zu Platz sechs. "Ich habe aber noch nie viel auf die Trainingszeiten gegeben", blieb Scheider im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com locker. "Wir wissen, dass wir immer sehr konkurrenzfähig sind."
Und doch gab es etwas, das Scheider durchaus beeindruckt zu haben schien: Jamie Green. Der Mercedes-Pilot hatte im dritten Sektor des Zandvoort International Circuit eine Runde hingelegt, die Audi das Fürchten lehrte. "Seine 30,6 im dritten Sektor war schon eine Mörderrunde", gab Scheider zu. "Da hat uns fast eine halbe Sekunde gefehlt. Da musste man schon einmal drüber nachdenken." Scheider hofft, dass es für ihn und seine Audi-Kollegen beim Rennen besser läuft. Zunächst müssen sich die Ingolstädter allerdings hinten anstellen, denn mit Bruno Spengler und Jamie Green ist die erste Startreihe in fester Mercedes-Hand.
Doch Scheider berief sich auf die eigenen Stärke - und auf Vergangenes. "Das war eine Erfahrung, die wir in den letzten Rennen gemacht haben: Manchmal sah es kritisch aus für uns, aber wir hatten dann doch eine gute Rennperformance", meinte der zweimalige DTM-Champion. Sollte es am Sonntag in Zandvoort auch noch regnen, könnte der Rennverlauf sowieso auf den Kopf gestellt werden.

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