Wolfgang Ullrich hatte das Qualifying in Zandvoort mit sehr gemischten Gefühlen betrachtet. Die Gründe: Mike Rockenfeller und Mattias Ekström. Während Rockenfeller als erster Mercedes-Verfolger am Sonntag von Platz drei ins Rennen startet, fiel Ekström völlig unerwartet schon im ersten Qualifying-Segment raus.

"Das ist schon enttäuschend", fasste der Audi-Motorsportchef das Qualifying aus Audi-Sicht zusammen. "Ich freue mich für Rocky, dass er mit dem neuen Auto gut zurecht gekommen ist", so Ullricht. "In Hockenheim konnte er nicht zeigen, was in ihm steckt. Jetzt passt es." Bei seinem ersten Auftritt im Neuwagen hatte es Rockenfeller am Hockenheimring nur auf den elften Platz gschafft.

Nur Kleinigkeiten

Bei Markenkollege Ekström grübelt Ullrich, was denn wohl schief gelaufen war. "Man muss schauen, was geschehen ist. Bei uns gibt es keine großen Unterschiede bei den Autos, sondern nur Kleinigkeiten", erklärte Ullrich. Er glaubte nicht, dass Ekström in Q1 gepokert habe, um sich einen Vorteil für den weiteren Verlauf des Qualifyings zu sichern. "Da wurde die Runde einfach nicht zu 100 Prozent so hingekriegt, dass es reicht. Das kann der Grund sein, warum man nicht in die nächste aufsteigt. Traurig", meinte der Motorsportchef.

Aktuell sieht es nicht so gut aus in Sachen Audi-Sieg am Sonntag, doch Bange machen gilt nicht bei den Ingolstädtern. "Wir werden versuchen, aus der zweiten Startreihe einen Sieg zu bekommen", zeigte sich Ullrich kämpferisch. "Ob uns das aber auch gelingt, sehen wir morgen."