Norbert Haug zeigte sich nach dem Qualifying in Zandvoort bestens gelaunt. Zu Recht, schließlich stehen beim Rennen zwei Mercedes in Reihe eins. Bruno Spengler sicherte sich in den Niederlanden die Pole Position vor Markenkollege Jamie Green. "Das ist natürlich ein Traum zu wissen, dass zwei Mercedes in der ersten Reihe stehen", erklärte der Mercedes-Motorsportchef voller Freude. "Bruno hat einen tollen Job gemacht und sich während des Qualifyings mit Jamie abgewechselt." Mit dem besseren Ende für den Franko-Kanadier.
Haug blickte aber auch auf die hinteren Reihen und rechnete sich für das zweite Rennen der noch jungen Saison etwas aus. "Gary [Paffett] ist als Fünfter gut dabei, er kann ein Wörtchen um den Sieg mitsprechen", so Haug. Auch Ralf Schumacher, der von Platz acht aus ins Rennen startet, räumte er Chancen ein. Der ehemalige Formel-1-Fahrer hatte beim Auftakt am Hockenheimring mit Platz drei überrascht und will natürlich an das gute Ergebnis anschließen.
Haug wollte sich noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, als er den Sieg des Rennens tippen sollte. "Es geht eng zu. Es gibt keine Rennserie auf der Welt, in der es ähnlich eng zugeht. Auch nicht in der Formel 1", war er überzeugt. Das richtige Rezept für den Sieg: "Wer den Start gewinnt, keine Fehler macht und am besten mit den Reifen umgeht, sollte die Nase vorn haben", so Haug.
Während Haug mit seinen etablierten Stars zufrieden war, mäkelte er ein wenig an den Mercedes-Rookies - beziehungsweise an den Umständen, unter denen sich Renger van der Zande und Christian Vietoris mit ihren Audi-Pendants duellieren müssen. "Bei den Audi-Neulingen bin ich durchaus beeindruckt, was da geleistet wurde", anerkannte Haug. "Wir haben da mit unseren Vorjahresautos vielleicht nicht so ganz die Volltreffer gelandet."
Lokalmatador van der Zande startet am Sonntag von Platz elf ins Rennen, Vietoris vom vorletzten Rang. Die Audi-Rookies Edoardo Mortara und Filipe Albuquerque hingegen belegten beim Qualifying die Positionen sieben und zehn.



diese DTM Nachricht