David Coulthard macht sich keine allzu großen Hoffnungen, in Zandvoort die ersten Meisterschaftspunkte einzufahren. Der Mercedes-Pilot startet von Platz 14 und hadert vor allem mit der Reifen-Situation. "Hier in Zandvoort herrscht hoher Verschleiß", erklärte er gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Ich habe für das Rennen keine neuen Reifen, während die Fahrer hinter mir zwei neue Sets besitzen."
Ein Platz in den Top-10 werde schwierig, wenn keiner Fehler macht. "Wenn wir alle das gleiche Rennen fahren, sollte ich hinter ihnen ankommen", fürchtete der Brite. Gleichzeitig prangerte Coulthard die DTM-Regularien an, weil er der Ansicht ist, dass Fahrer, die in Q2 ausscheiden, einen Nachteil haben. "In der Mitte bist du verwundbar. Neue Reifen bringen einen Performance-Boost", so Coulthard.
Eine plötzliche Wendung könnte das Rennen allerdings nehmen, wenn Regen einsetzt. Unter normalen Bedingungen sind Überholmanöver in Zandvoort eher eine Seltenheit, doch aus nasser Strecke könnte schnell Chaos entstehen. "Gibt es dann eine andere Ideallinie", fragte sich Coulthard im Hinblick auf ein mögliches Regenrennen. Eine Antwort auf diese Frage könnte er im eigenen Lager erhalten - von Renger van der Zande. Der Niederländer kennt den Dünenkurs noch gut aus seiner Formel-3-Zeit.
Kein Heimvorteil
Einen Heimvorteil erhofft sich der DTM-Rookie allerdings nicht, schließlich kennen die Rivalen die Strecke auch. "Das einzige, was mir einen Vorteil verschaffen kann, ist Regen", so der Mercedes-Youngster. "Wenn die Strecke halb nass und halb trocken ist. Dann weiß ich, wo ich den richtigen Grip finde." Van der Zande kennt noch weitere Dinge, die man auf dem fahrerisch anspruchsvollen Kurs beachten sollte: "Man muss locker bleiben, denn es gibt eigentlich keine Pause, weil immer die nächste Kurve kommt."
Beim Pushen müsse man zudem sehr vorsichtig agieren, denn der auf den Asphalt gewehte Sand sorgt schnell für einen ungewollten Abflug ins Kiesbett. Vielleicht sollte Coulthard diesen Tipp am Sonntag beherzigen - beim Freien Training war er von der Strecke abgeflogen und in den Kies gerauscht. Auch in Sachen Optimismus kann sich der Motorsport-Veteran noch eine Scheibe von van der Zande abschneiden. "Zwar sehen die 2008er Mercedes hier nicht so schnell aus, wie noch am Hockenheimring. Aber ich denke, dass ich von Platz elf aus Punkte holen kann", hoffte van der Zande auf seine ersten DTM-Zähler.

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