Der Audi A8, seit Jahrzehnten das Flaggschiff der Marke, steht vor einer ungewissen Zukunft. Nach Jahren stagnierender Verkäufe ist der Absatz der Luxuslimousine laut KBA im vergangenen Jahr um 26 Prozent auf nur noch rund 15.000 Einheiten eingebrochen – ein deutliches Zeichen dafür, dass der einstige Technologieträger in die Jahre gekommen ist. Die aktuelle Generation läuft bereits seit 2017 und wirkt im Vergleich zu BMW 7er und Mercedes S-Klasse spürbar angegraut.
Kein klarer Nachfolgeplan in Sicht
Laut Audi sucht man derzeit noch nach einer passenden Plattform für einen möglichen Nachfolger. Ein weiteres Facelift ist ausgeschlossen, denn die bestehende Architektur erfüllt kommende Sicherheits- und Emissionsstandards nicht mehr. Ein rein elektrischer A8 gilt intern zwar als logische Weiterentwicklung, wird aber wegen der zögerlichen Nachfrage nach Elektroautos als riskantes Projekt betrachtet.

Zwischenlösung statt Neubeginn?
Um die Lücke zu überbrücken, könnte Audi den A8 auf die Premium Platform Combustion (PPC) stellen – jene Basis, auf der auch A5, Q5 und der A6 stehen. Damit ließe sich die Laufzeit des aktuellen Modells zumindest bis Ende 2026 verlängern. Eine Entscheidung über die Zukunft des Modells soll laut Audi-Sprechern in den nächsten Wochen fallen. Selbst im besten Fall wäre ein Nachfolger jedoch nicht vor 2029 zu erwarten.

Konkurrenz zieht davon
Während Audi noch überlegt, bereiten BMW und Mercedes bereits umfassende Modellpflegen für ihre Spitzenmodelle vor. 2026 sollen sowohl 7er als auch S-Klasse in überarbeiteter Form erscheinen.

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