Der Armada selbst ist in Nordamerika längst ein Klassiker: ein wuchtiges SUV mit Platz für bis zu acht Personen, gebaut für Familien mit Bootsanhänger oder Wohnwagen am Haken. Das Modelljahr 2025 bringt unter der Haube einen neuen 3,5-Liter-V6-Biturbo mit rund 425 PS und 700 Nm Drehmoment – ein Aggregat, das selbst ausgewachsene Pick-ups alt aussehen lässt.
Doch beim Dune Patrol geht es nicht um Luxus oder Komfort. Hier regiert der Sand. Nissan hat den Armada für die SEMA Show in Las Vegas in ein kompromissloses Offroad-Ungetüm verwandelt, das so aussieht, als wäre es direkt aus einem Rallye-Film entlaufen.

Wenn Ingenieure keine Grenzen kennen
Das Fahrwerk des Dune Patrol ist ein Kunstwerk für sich: speziell angefertigte Achsaufhängungen, Bilstein-Dämpfer, lange Federwege von bis zu 40 Zentimetern und grobstollige 37-Zoll-Reifen auf Beadlock-Felgen. Damit pflügt der SUV über Dünen, Felsen und Schotterpisten, als gäbe es keine Gravitation.

Auch das Design ist alles andere als dezent: massive Stoßfänger mit Unterfahrschutz, zwei LED-Lichtleisten, matte Spezialfolierung und ein Dachträger mit Werkzeughalterung machen klar, dass dieser Armada keine Stadtfahrt plant. Nismo, Nissans Performance-Abteilung, hat zahlreiche Prototypteile beigesteuert, vom speziellen Auspuffsystem bis zu Rockslidern für den ultimativen Geländeschutz.
Träume aus der Wüste
Produziert wird der Dune Patrol natürlich nicht. Das Konzept dient eher als Schaufenster, um zu zeigen, was mit dem Armada machbar wäre. Einige der Nismo-Komponenten könnten allerdings künftig als Zubehör in den USA erhältlich sein.

Schade nur, dass der Armada – und erst recht dieser Dune Patrol – in Europa keine Zulassung bekommen wird. Während hier Elektromobilität und CO₂-Bilanzen das Maß der Dinge sind, lebt Nissan in Amerika noch den Traum vom echten Abenteuerauto.

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