Audi legt den Q7 nach langer Laufzeit der zweiten Generation neu auf. Auch in Runde drei bleibt das große SUV seinem Konzept treu: viel Platz, viel Komfort und ein klarer Fokus auf Langstrecke und Familie. Optisch wirkt der neue Q7 mit höher positioniertem Singleframe, breiteren Radhäusern und gestreckter Seitenlinie deutlich präsenter. Produziert wird er weiterhin in Bratislava. Damit positioniert Audi das Modell weiter als klassischen Premium-SUV für Vielfahrer – und nicht als radikal elektrifizierten Technologieträger.

Audi, Q7
Foto: Audi

Im Innenraum setzt Audi auf mehr Variabilität. Serienmäßig ist der Q7 ein Fünfsitzer, optional gibt es ihn weiterhin mit sieben Plätzen – neu ist eine Sechssitzer-Konfiguration mit zwei Einzelsitzen in der zweiten Reihe. Das dürfte vor allem Käufer ansprechen, die den großen Audi eher als komfortablen Reisewagen denn als reinen Familientransporter sehen. Je nach Konfiguration fasst der Kofferraum bis zu 806 Liter, bei umgeklappten Sitzen sind maximal 2.075 Liter drin.

Audi, Q7
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Cockpit-Update mit Beifahrerdisplay

Eine der auffälligsten Neuerungen ist das große Panorama-Glasdach. Optional lässt sich seine Transparenz elektrisch steuern, zudem ist eine Ambientebeleuchtung integriert. Mehrere Segmente können unabhängig voneinander abgedunkelt werden.

Audi, Q7
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Auch das Cockpit hat Audi deutlich modernisiert. Zum gebogenen MMI-Panoramadisplay gesellt sich nun serienmäßig ein Beifahrerdisplay. Smartphones laden kabellos mit bis zu 25 Watt, dazu kommen kräftige USB-C-Anschlüsse und ein integrierter App-Store für ausgewählte Anwendungen im Fahrzeug. Der Sprachassistent kann bei allgemeinen Fragen auf ChatGPT zugreifen.

Zum Start bleibt es beim V6-Diesel

Zum Marktstart bietet Audi den neuen Q7 in Europa ausschließlich mit einem 3,0-Liter-V6-TDI an. Zur Wahl stehen 245 PS und 500 Nm oder 299 PS und 630 Nm. Dass Audi 2026 bei einem großen SUV zunächst weiter auf Diesel setzt, ist bemerkenswert – und zugleich nachvollziehbar: Gerade im Langstrecken- und Anhängerbetrieb bleibt dieser Antrieb für viele Kunden attraktiv.

Audi, Q7
Foto: Audi

Unterstützt wird der Sechszylinder von der MHEV-plus-Technik, die den Antrieb beim Anfahren und Beschleunigen kurzzeitig elektrisch unterstützt. Ein elektrisch angetriebener Verdichter soll das Ansprechverhalten verbessern. Serienmäßig an Bord: Achtgang-Automatik und permanenter quattro-Allradantrieb.

Neue Lichttechnik und mehr Assistenz

Ein Schwerpunkt liegt diesmal klar auf der Lichttechnik. Optional sind digitale Matrix-LED-Scheinwerfer mit Mikro-LED-Technik sowie OLED-Heckleuchten der dritten Generation erhältlich. Neu ist unter anderem ein erweitertes Blinklicht, das bei Dunkelheit Richtungswechsel zusätzlich auf den Boden projiziert. Audi will damit nicht nur inszenieren, sondern die Wahrnehmbarkeit des Fahrzeugs im Alltag verbessern.

Audi, Q7
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Hinzu kommt die enge Verzahnung mit den Assistenzsystemen. Hinweise zur Spurführung oder Warnungen beim Verlassen der Fahrbahn lassen sich direkt vor das Fahrzeug projizieren. Auch Fußgänger oder mögliche Glätte können über Lichtsignale hervorgehoben werden.

Parken, speichern, selbst ausführen

Auch bei den Assistenzsystemen legt Audi nach. Zum Angebot gehören ein erweiterter adaptiver Fahrassistent, ein automatischer Parkassistent, ein Rückfahrassistent und eine Ausstiegswarnung. Besonders praktisch im Alltag: Der Q7 kann individuelle Parkmanöver speichern und später selbstständig wiederholen.

Audi, Q7
Foto: Audi

Neu ist außerdem ein Notfallassistent mit Standstreifenfunktion. Erkennt das System keine Reaktion der Fahrerin oder des Fahrers, kann der Q7 auf Autobahnen selbstständig auf den Standstreifen wechseln und dort kontrolliert anhalten.

Bestellstart ab Juni, Marktstart im September

Bestellbar ist die dritte Generation des Audi Q7 ab Juni 2026, die Markteinführung folgt im September. Der Einstiegspreis für den 245-PS-Diesel liegt bei 87.900 Euro, die 299-PS-Variante startet bei 90.500 Euro.