Eines vorweg: Der ID. Era 9X hat gewaltige Ausmaße für eine Volkswagen. Er misst 5,21 Meter in der Länge, ist zwei Meter breit, 1,8 Meter hoch und kommt auf einen Radstand von 3,1 Meter. Damit übertrifft er nicht nur den Audi Q7, sondern rangiert – abgesehen vom Bentley Bentayga LWB – an der Spitze der Konzern-SUVs. Das Gewicht fällt entsprechend üppig aus: bis zu 2.700 Kilogramm kommen auf die Waage.

Optisch führt der 9X eine neue, China-spezifische VW-Designsprache ein, mit aufrechter Silhouette, klaren Flächen und Anleihen bei klassischen Luxus-SUVs. Der Innenraum ist als Sechssitzer ausgelegt.

VW, ID. Era 9X
Foto: Volkswagen

Elektroantrieb mit Benzin-Generator

Technisches Kernstück ist der Range-Extender-Antrieb. Ein 1,5-Liter-Turbo-Vierzylinder aus der EA211-Familie arbeitet ausschließlich als Generator und hat keine mechanische Verbindung zu den Rädern. Der Motor leistet 141 PS, nutzt den Miller-Zyklus und einen Turbolader mit variabler Turbinengeometrie aus dem Porsche-Regal. Je nach Version treiben ein oder zwei Elektromotoren das SUV an. Daraus ergeben sich mit Heckantrieb 295 PS und mit Allradantrieb 510 PS Systemleistung.

VW, ID. Era 9X
Foto: Volkswagen

Die Batterie ist mit 51,1 kWh (optional 65,2 kWh) vergleichsweise kompakt. Mit dem größeren Akku sind im CLTC-Zyklus über 400 Kilometer elektrische Reichweite möglich. Die Gesamtreichweite dürfte bei rund 1.000 Kilometern liegen.

VW, ID. Era 9X
Foto: Volkswagen

Mehr als ein China-Exot

Auch wenn der ID. Era 9X selbst wohl nicht außerhalb Chinas angeboten wird, hat er Signalwirkung. Volkswagen prüft laut Medienberichten die Einführung von Range-Extender-Modellen in Europa und den USA. Parallel setzt auch die neue Submarke Scout auf dieses Konzept. Eventuell könnte auch ein Touareg-Nachfolger von Design und Technik profitieren.