Anstatt emotionslose Zahlen gibt es im vollelektrischen Lineup der Wolfsburger bald wieder traditionsreiche Modellnahmen. Der neue ID.Polo ist ein vollelektrischer Kleinwagen, der nicht nur technisch, sondern auch strategisch eine zentrale Rolle einnehmen wird – wie damals der Ur-Polo von 1975. Als erstes von vier neuen E-Modellen im Kleinwagen- und Kompaktsegment markiert er den Einstieg in eine neue Generation bezahlbarer Elektromobilität aus dem Volkswagen-Konzern.

Vertrauter Name, neues Selbstverständnis

Mit dem ID. Polo verabschiedet sich Volkswagen innerhalb der ID-Familie erstmals von der rein numerischen Nomenklatur. Laut VW-CEO Thomas Schäfer steht der ID. Polo für den Beginn einer neuen Volkswagen-Generation mit frischem Design, intuitiver Bedienung und hoher Verarbeitungsqualität. Gleichzeitig soll er Elektromobilität für viele Menschen erschwinglich machen. Der anvisierte Einstiegspreis liegt bei rund 25.000 Euro.

VW, ID.Polo
Foto: Volkswagen

Erste Umsetzung der neuen Design-Sprache

Gestalterisch ist der ID. Polo das erste Serienmodell mit der neuen Design-Sprache „Pure Positive“, entwickelt unter der Leitung von Chefdesigner Andreas Mindt. Der Auftritt ist klar, aufgeräumt und funktional geprägt. Statt verspielter Details setzt Volkswagen auf präzise Linien, ausgewogene Proportionen und eine sachliche Formsprache, die dem Fahrzeug eine eigenständige Identität verleiht – ganz im gewohntem VW-Stil von früher.

VW, ID.Polo
Foto: Volkswagen

Breite Antriebspalette zum Marktstart

Zum Marktstart im Frühjahr 2026 wird der ID. Polo in drei Leistungsstufen angeboten. Die Einstiegsversion leistet 85 kW (116 PS), darüber folgt eine Variante mit 99 kW (135 PS), während das vorläufige Topmodell 155 kW (211 PS) bietet. Ergänzt wird das Angebot im Laufe des Jahres durch einen sportlich positionierten ID. Polo GTI mit 166 kW (226 PS).

Zwei Batterietypen für unterschiedliche Anforderungen

Technisch basiert der ID. Polo auf dem weiterentwickelten MEB+, der hier erstmals mit einem neu konzipierten Frontantrieb kombiniert wird. Abhängig von der Motorisierung kommen zwei unterschiedliche Batterievarianten zum Einsatz. Die beiden schwächeren Versionen nutzen einen 37 kWh großen LFP-Akku, der an DC-Schnellladesäulen mit bis zu 90 kW geladen werden kann. Für die leistungsstärkeren Varianten setzt Volkswagen auf eine NMC-Batterie mit 52 kWh netto. Sie ermöglicht Reichweiten von bis zu 450 Kilometern nach WLTP und unterstützt DC-Ladeleistungen von bis zu 130 kW. Zum Einsatz kommt erstmals die neue PowerCo-Einheitszelle in Cell-to-Pack-Bauweise, die Gewicht und Bauraum reduziert und gleichzeitig die Energiedichte um rund zehn Prozent erhöht.

VW, ID.Polo
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Mehr Raum trotz kompakter Abmessungen

Trotz nahezu identischer Außenabmessungen zum weiterhin angebotenen Polo mit Verbrennungsmotor nutzt der ID. Polo den vorhandenen Raum deutlich effizienter. Mit einer Länge von gut vier Metern, einer Breite von 1,82 Metern und einem Radstand von 2,60 Metern bietet er spürbar mehr Platz im Innenraum. Besonders im Fond profitieren die Passagiere von zusätzlicher Beinfreiheit. Auch Kopffreiheit und Innenraumbreite legen zu. Der Kofferraum fasst nun 435 Liter und wächst bei umgeklappten Rücksitzen auf bis zu 1.243 Liter an. Damit entwickelt sich der stets fünftürige und fünfsitzige ID. Polo stärker denn je zum Allrounder für Stadt, Alltag und Familie.

VW, ID.Polo
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Assistenzsysteme der nächsten Generation

Mit dem MEB+ hält zudem eine neue Generation von Assistenzsystemen Einzug. Der weiterentwickelte Travel Assist ermöglicht eine assistierte Quer- und Längsführung inklusive automatischem Spurwechsel auf der Autobahn. Erstmals in diesem Segment ergänzt Volkswagen das System um eine Ampel- und Stoppschild-Erkennung, die den Fahrer situationsabhängig unterstützen soll.

Europäische Entwicklung, Produktion in Spanien

Entwickelt wurde der ID. Polo als Gemeinschaftsprojekt innerhalb der Brand Group Core. Die Projektleitung lag bei Seat und Cupra, das Design entstand im Volkswagen Designzentrum in Wolfsburg. Produziert wird das neue Elektromodell im spanischen Werk Martorell, wo Volkswagen seine europäische E-Strategie weiter konzentriert.