Noch ein SUV? Nicht ganz. Während viele Hersteller ihr Angebot in diesem Segment immer weiter ausbauen, verfolgt Dacia mit dem neuen Striker einen anderen Ansatz. Der 4,62 Meter lange Neuling kombiniert die erhöhte Sitzposition und die robuste Optik eines SUV mit der Praktikabilität eines Kombis und der Aerodynamik einer klassischen Limousine.

Dacia, Striker
Foto: Dacia

Damit positioniert sich der Striker als eigenständige Alternative im hart umkämpften C-Segment. Gleichzeitig ergänzt er das SUV Bigster, statt ihm Konkurrenz zu machen. Die Zielgruppe: Familien, Vielfahrer und alle, die viel Platz benötigen, aber kein wuchtiges SUV fahren möchten.

Flache Karosserie statt hoher SUV-Aufbau

Schon auf den ersten Blick unterscheidet sich der Striker von vielen Wettbewerbern. Die lange Dachlinie, die flach stehende Heckscheibe und die niedrige Gesamthöhe von lediglich 1,53 Metern verleihen ihm deutlich dynamischere Proportionen als einem klassischen SUV. Gleichzeitig sorgen bis zu 20 Zentimeter Bodenfreiheit, markante Kunststoffbeplankungen und kräftige Radhäuser für den gewünschten Offroad-Look.

Dacia, Striker
Foto: Dacia

Premiere feiert außerdem die neue T-förmige LED-Lichtsignatur, die künftig wohl zum neuen Markengesicht von Dacia werden dürfte.

Dacia, Striker
Foto: Dacia

Auch technisch verfolgt der Hersteller ein klares Ziel: möglichst wenig Luftwiderstand. Mit einem cW-Wert von 0,29 bewegt sich der Striker auf einem Niveau, das eher für moderne Kombis als für SUV typisch ist.

Innenraum setzt auf Vernunft statt Spielereien

Während viele Hersteller immer mehr Funktionen in Touchscreens verstecken, bleibt Dacia seiner pragmatischen Linie treu. Wichtige Funktionen lassen sich weiterhin über klassische Tasten bedienen – ein Vorteil, der sich besonders während der Fahrt bemerkbar macht.

Serienmäßig gehört ein 10,1-Zoll-Touchscreen zur Ausstattung. Je nach Version kommen Online-Navigation, ein Arkamys-Soundsystem sowie ein digitales Fahrerdisplay hinzu. Letzteres arbeitet mit einer neu entwickelten LightVisio-Technik, bei der die wichtigsten Informationen scheinbar frei im Blickfeld des Fahrers schweben.

Dacia, Striker
Foto: Dacia

Praktische Lösungen finden sich im gesamten Innenraum. Das bekannte YouClip-System bietet zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten für Zubehör, hinzu kommen viele Ablagefächer, eine durchdachte Kabelführung und sogar ein unauffällig integrierter Eiskratzer.

Viel Platz für Familie und Freizeit

Auch beim Ladevolumen will Dacia überzeugen. Bis zu 600 Liter Kofferraumvolumen gehören zu den Bestwerten dieser Fahrzeugklasse. Hinzu kommt ein variabler Ladeboden, umklappbare Rücksitze per Easy-Fold-System und – je nach Ausstattung – eine elektrische Heckklappe, die sich automatisch öffnet, sobald der Fahrer mit dem Schlüssel hinter dem Fahrzeug stehen bleibt.

Dacia, Striker
Foto: Dacia

Vier elektrifizierte Antriebe stehen zur Wahl

Beim Antrieb verzichtet Dacia vollständig auf klassische Benziner ohne Elektrounterstützung. Stattdessen besteht das Programm ausschließlich aus elektrifizierten Varianten.

Den Einstieg bildet ein 140 PS starker Mildhybrid, der zusätzlich mit LPG betrieben werden kann. Darüber rangiert ein Vollhybrid mit 155 PS, der laut Hersteller im Stadtverkehr bis zu 80 Prozent der Zeit elektrisch fahren kann.

Dacia, Striker
Foto: Dacia

Besonders interessant dürfte jedoch die neue Hybrid-4x4-Version werden. Hier arbeitet ein 140 PS starker Turbobenziner an der Vorderachse mit einem Elektromotor an der Hinterachse zusammen. Das Ergebnis sind 150 PS Systemleistung und ein intelligenter Allradantrieb, der sich nur dann zuschaltet, wenn zusätzliche Traktion benötigt wird.

Nachhaltiger gebaut als bisherige Dacia-Modelle

Auch beim Thema Nachhaltigkeit legt der Hersteller nach. Mehr als 32 Prozent der verwendeten Materialien stammen aus Recycling- oder Kreislaufprozessen. Das Kunststoffmaterial Starkle kommt nicht nur außen an Stoßfängern und Radläufen zum Einsatz, sondern erstmals auch im Innenraum.

Auf Leder und Chrom verzichtet Dacia vollständig. Selbst Zubehörteile wie Fußmatten oder Flaschenhalter bestehen zu großen Teilen aus recyceltem Material.

Überraschend günstig

Der wohl größte Trumpf dürfte aber einmal mehr der Preis werden. Trotz seiner Größe, der umfangreichen Serienausstattung und der elektrifizierten Antriebe soll der Dacia Striker für weniger als 25.000 Euro starten.

Dacia, Striker
Foto: Dacia

Bis dahin dauert es allerdings noch etwas. Aktuell befindet sich das Modell noch im Homologationsprozess für Europa. Die Markteinführung ist für Ende 2026 geplant. Sollte Dacia den angekündigten Einstiegspreis tatsächlich halten können, dürfte der Striker zu den spannendsten Neuheiten im C-Segment gehören.