Mit dem Jogger hat Dacia seit 2021 eine echte Lücke im Programm geschlossen. Der pragmatische Hochdach-Kombi ersetzte damals Logan MCV und Lodgy zugleich und entwickelte sich schnell zum Raumwunder für preisbewusste Familien. Ende 2025 rollt nun das Facelift an – zurückhaltend überarbeitet, technisch sinnvoll nachgeschärft und weiterhin erstaunlich günstig.

Trotz Modellpflege bleibt eine der wichtigsten Jogger-Eigenschaften unangetastet: der Preis. Auch nach dem Update startet das Modell weiterhin bei 17.990 Euro und positioniert sich damit unverändert als einer der günstigsten Neuwagen seiner Klasse.

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Foto: Dacia

Neue Hybrid-Topmotorisierung mit 155 PS kommt, der Gasantrieb wird stärker

Die wichtigste Neuerung findet sich unter der Haube. Mit dem Facelift hält der neue Vollhybrid Hybrid 155 Einzug, der bereits aus dem Dacia Bigster bekannt ist. Der Antrieb kombiniert einen 1,8-Liter-Benziner mit zwei Elektromotoren zu einer Systemleistung von 155 PS und einem maximalen Drehmoment von 170 Nm. Die kleine 1,4-kWh-Batterie wird ausschließlich über Rekuperation geladen, eine externe Lademöglichkeit gibt es nicht. Der neue Hybrid ersetzt den bisherigen Hybrid 140 und rückt klar an die Spitze des Jogger-Portfolios.

Alternativ bleibt Dacia seiner Linie treu und bietet weiterhin preisorientierte Antriebe an. Der überarbeitete Gasantrieb nutzt nun einen 1,2-Liter-Dreizylinder mit 120 PS statt bisher 100 PS. Neu ist die Möglichkeit, diesen Motor erstmals auch mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe zu kombinieren. Ergänzt wird das Angebot weiterhin vom bekannten 1,0-Liter-Dreizylinder mit 110 PS, der ausschließlich mit manuellem Getriebe erhältlich ist.

Dezente optische Retuschen außen

Optisch bleibt der Jogger auch nach der Modellpflege klar als Nutzwert-orientiertes Fahrzeug erkennbar. Die Grundform mit langer Dachlinie, steilem Heck und serienmäßiger Dachreling bleibt unverändert. Dacia beschränkt sich bewusst auf feine Korrekturen. Auffälligste Neuerung sind die schlanker gestalteten Lichtsignaturen an Front und Heck. Zudem wurden Kühlergrill und Frontschürze leicht modifiziert. Je nach Ausstattung stehen neue Radabdeckungen oder Felgendesigns zur Wahl. An den Außenmaßen ändert sich nichts: Rund 4,55 Meter Länge sorgen weiterhin für ein überdurchschnittliches Raumangebot.

Aufgewertetes Cockpit mit größerem Bildschirm

Im Innenraum fällt die Modellpflege deutlicher aus. Je nach Ausstattung erhält der Jogger ein neues Infotainmentsystem mit 10,1 Zoll großem Zentraldisplay. Das digitale Kombiinstrument misst weiterhin 7,0 Zoll, zeigt nun aber überarbeitete Grafiken. Erstmals bietet Dacia zudem eine induktive Ladeschale für Smartphones an.

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Foto: Dacia

Unverändert bleibt das modulare YouClip-System, das flexible Befestigungspunkte für Zubehör wie Halterungen, Taschen oder Getränkehalter bietet. Angaben zum Ladevolumen nennt Dacia im Zuge des Facelifts nicht, doch dürfte es bei den bekannten Werten bleiben. Damit stehen weiterhin bis zu 1.819 Liter Stauraum sowie optional eine Siebensitzer-Konfiguration zur Verfügung – ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Preisklasse.

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Foto: Dacia

Mehr Sicherheit durch neue Assistenzsysteme

Auch bei den Assistenzsystemen zieht der Jogger nach. Hintergrund sind neue EU-Vorgaben, die nun serienmäßig einen Notbremsassistenten und eine Müdigkeitserkennung vorschreiben. Optional lassen sich weitere Komfort- und Sicherheitsfeatures ergänzen, darunter eine Fernlichtautomatik, elektrisch anklappbare Außenspiegel sowie eine Multi-Mode-Kamera, die beim Rangieren eine Vogelperspektive darstellt.