Der Name ist Programm: Der neue Dacia Bigster ist groß, kantig und selbstbewusst. Als erstes Kompakt-SUV (4,57 Meter Länge) der rumänischen Renault-Tochter markiert er nicht nur den Sprung in ein neues Segment, sondern könnte sich auch schnell zum Bestseller mausern. Seit Mai steht der Bigster bei den deutschen Händlern – und zeigt dort, wie viel Auto man für unter 24.000 Euro bekommen kann.
Platz ohne Protz
Dacia bleibt sich treu und setzt auch beim Bigster auf ein nüchternes, funktionales Design. Keine Schnörkel, kein übertriebenes Styling – dafür klare Linien, ein robuster Auftritt und ein Innenraum, der überraschend großzügig ausfällt. Vor allem Familien und Vielfahrer könnten hier fündig werden: Der Kofferraum fasst bis zu 667 Liter, Kopf- und Beinfreiheit liegen auf Klassenniveau ganz vorn, und dank geteilter Rückbank und modularer Dachreling lassen sich auch sperrige Transportaufgaben schultern.

Ein cleveres Detail ist das sogenannte YouClip-System, mit dem sich Halterungen und Zubehörteile flexibel im Innenraum befestigen lassen. Wer’s abenteuerlich mag, kann den Bigster mit dem optionalen „Sleep Pack“ sogar in ein Mini-Campingmobil verwandeln – ein klares Signal an Outdoor-Fans und Vanlife-Einsteiger.

Elektrifiziert, aber bodenständig
Unter der Haube präsentiert sich der Bigster durchgehend elektrifiziert – allerdings bleibt Dacia seinem Prinzip der einfachen, wartungsarmen Technik treu. Neu ist der Mild-Hybrid mit 1,2-Liter-Dreizylinder und 48-Volt-Technik (140 PS), der als solide Einstiegsvariante dient. Noch etwas unkonventioneller ist der Bigster mild hybrid-G 140, der ebenfalls auf Mild-Hybrid-Technologie setzt, aber zusätzlich mit Autogas betrieben werden kann – ein günstiger und umweltfreundlicher Kraftstoff, den viele Hersteller inzwischen aufgegeben haben.

Richtig spannend wird es beim hybrid 155: Das erstmals in der Renault-Gruppe eingesetzte System kombiniert einen Benziner, zwei Elektromotoren und ein automatisiertes Elektro-Getriebe zu einem Vollhybrid mit 155 PS. Der Verbrauch bleibt dabei erfreulich niedrig (4,7 l/100 km). Wer dagegen Allradantrieb und Handarbeit bevorzugt, greift zum Bigster mild hybrid 130 4x4 mit 6-Gang-Schaltgetriebe und 48-Volt-Technik – ein seltener Fall in dieser Klasse.

Ausstattungslinien ohne Overkill
Vier Ausstattungslinien stehen zur Wahl, darunter auch Varianten mit digitalem Cockpit und modernen Assistenzsystemen. Dabei verzichtet Dacia bewusst auf technisches Blendwerk. Stattdessen gibt’s ein solides Multimedia-System, praktische Ablagen, optionale Klimaautomatik – und ein Bediensystem, das ohne lange Eingewöhnung funktioniert.

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