McLaren stellte den McL 6GT auf der Monterey Car Week 2026 vor. Das Konzept erinnert an den M6GT, mit dem Bruce McLaren einst eigene Straßenautos plante. In Serie ging dieses Projekt nie. Der neue McL 6GT greift diese Idee nun auf und übersetzt sie in die Gegenwart: mit Carbon-Technik, mechanischer Rückmeldung und weniger Fokus auf reine Elektronik.
Der McL 6GT soll nicht nur Studie bleiben. McLaren kündigt eine Serienversion für 2028 an. Stückzahl, Preis und finale Technik sind noch offen.
Handschaltung statt Doppelkupplung
Die größte Überraschung liegt im Antrieb: ein V8-Verbrenner mit manuellem Getriebe, der seine Kraft ausschließlich an die Hinterräder schickt. Damit kehrt McLaren zum Handschalter zurück. Zuletzt bot die Marke 1992 im F1 ein manuelles Getriebe an.

Das ist bemerkenswert: Moderne Supersportwagen setzen meist auf Doppelkupplungs- oder Automatikgetriebe, weil sie schneller und effizienter schalten. Die Handschaltung zielt daher weniger auf Rundenzeiten als auf ein direkteres Fahrerlebnis.
Auch sonst soll sich der McL 6GT mechanisch anfühlen. Hydraulische Lenkung, analoge Bedienelemente und sichtbare Technik sollen die Verbindung zwischen Fahrer und Auto stärken. Der Aluminiumschalthebel zitiert ebenfalls die McLaren-Historie.

M6GT trifft moderne Aerodynamik
Optisch orientiert sich der McL 6GT am M6GT und den Rennwagen der 1960er-Jahre. Die Karosserie ist flach und breit, die Front niedrig, das Heck läuft in einem markanten Kammback aus.

Die Kabine sitzt tief in der Karosserie. Statt einer Stufenheckform entsteht eine durchgehende Linie vom Dach bis zur Motorabdeckung.

Details zitieren den historischen M6GT, wie beispielsweise die „Racing Loops“ an den Rückleuchten, Bruce McLarens Unterschrift im Motorraum und der „Speedy Kiwi“ am Tankdeckel.
Carbon bestimmt das Konzept
Beim Leichtbau nutzt McLaren vertraute Technik. Der McL 6GT basiert auf einem Carbonfaser-Monocoque, die Karosserie besteht ebenfalls aus Carbonfaser. Das soll Gewicht sparen und das Leistungsgewicht verbessern. Sichtbares Carbon im Innenraum betont den Rennsportbezug. Apropos Cockpit: dieses bleibt reduziert. Digitale Instrumente treffen auf klassische Gestaltungselemente und moderne Anleihen.

Serienmodell kommt 2028
Leistungsdaten wie PS-Zahl, Gewicht, Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit nennt McLaren noch nicht. Fest steht nur die Positionierung oberhalb des regulären Portfolios.
Ob der Serienwagen V8, Handschaltung und Hinterradantrieb unverändert übernimmt, bleibt des Weiteren offen. Der McL 6GT zeigt vor allem McLarens Richtung für 2028: weniger datengetriebener Supersportwagen, mehr analoges Fahrerauto.

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