Bei Lamborghini steht SV für „Super Veloce“ – ein Kürzel für besonders kompromisslose Varianten der jeweiligen Baureihe. Seit dem Miura SV von 1971 gilt es als Hinweis auf mehr Leistung, weniger Zurückhaltung und eine stärkere Ausrichtung auf die Rennstrecke. Nun erhält auch der
" type="article" linktext="Revuelto" inline="true"] diese Ausbaustufe.Technisch bleibt der Revuelto SV ein Plug-in-Hybrid mit V12. Lamborghini hat das Modell jedoch in fast allen fahrdynamisch relevanten Bereichen überarbeitet. Die Produktion ist auf 1.963 Exemplare limitiert und eine Anspielung auf das Gründungsjahr der Marke.

Mehr Leistung aus V12 und drei Elektromotoren
Im Heck arbeitet weiterhin ein 6,5-Liter-Saugmotor. Der V12 leistet 825 PS bei 9.250 U/min und dreht bis 9.500 U/min. Unterstützt wird er von drei Elektromotoren und einer 7,3-kWh-Batterie.
Die Systemleistung steigt auf 1.065 PS. 50 PS mehr als beim regulären Revuelto. Das maximale Systemdrehmoment gibt Lamborghini mit 1.425 Nm an. Das Leistungsgewicht soll bei 1,66 Kilogramm pro PS liegen.

Auch die Fahrleistungen fallen entsprechend aus: Den Sprint von 0 auf 100 km/h erledigt der Revuelto SV laut Hersteller in 2,4 Sekunden, 200 km/h sind nach 6,7 Sekunden erreicht. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei mehr als 345 km/h. Damit reklamiert Lamborghini für den SV den Titel des stärksten und schnellsten Serienmodells aus Sant’Agata.
Aerodynamik im Mittelpunkt
Entscheidender als der Leistungszuwachs ist die Aerodynamik. Der Revuelto SV erzeugt laut Lamborghini 80 Prozent mehr Gesamtabtrieb als der normale Revuelto und soll damit auch den Aventador SVJ um zehn Prozent übertreffen.

Dafür setzt Lamborghini auf einen neuen Frontsplitter, einen überarbeiteten Unterboden und einen feststehenden Heckflügel. Zudem wurde die Bremsenkühlung optimiert. Die Maßnahmen sollen bei hohem Tempo mehr Stabilität bringen und vor allem auf der Rennstrecke Zeit sparen.
Rennsporttechnik für die Straße
Auch Fahrwerk und Bremsanlage sind auf hohe Belastung ausgelegt. Verstellbare Dämpfer mit Technik aus dem GT3-Rennsport sollen eine präzisere Abstimmung auf unterschiedliche Streckenbedingungen ermöglichen.

Hinzu kommen neue CCM-R-Plus-Keramikbremsen. Aus 200 km/h soll der Revuelto SV laut Lamborghini nach 110 Metern stehen. Gegenüber dem regulären Revuelto steigt die maximale Verzögerung um elf Prozent, die Wärmeabfuhr wurde um 23 Prozent verbessert.
Neu ist außerdem der Fahrmodus „Pilota“. Über einen Drehregler am Lenkrad lassen sich fünf Stufen der Traktionskontrolle konfigurieren, gedacht vor allem für den Einsatz auf abgesperrter Strecke.

Rundenzeit als Beleg für den Anspruch
Wie sehr Lamborghini den SV auf Rundenzeiten trimmt, zeigt ein Auftritt auf dem Hockenheimring. Werksfahrer Marco Mapelli fuhr dort laut Hersteller eine Zeit von 1:41,6 Minuten – nach Lamborghini-Angaben ein neuer Rekord für Serienfahrzeuge.
Speziell entwickelte Bridgestone-Reifen sollen die zusätzliche Performance auf die Straße bringen. Neben dem straßentauglichen Potenza Race R sind auch Potenza Sport sowie ein Winterreifen vorgesehen.

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