Mit dem Start der neuen A6 Limousine setzt Audi gezielt auf die Weiterentwicklung aerodynamischer und aeroakustischer Eigenschaften. Der Luftwiderstandsbeiwert von 0,23 markiert einen neuen Bestwert unter den Serienfahrzeugen mit Verbrennungsmotor aus Ingolstadt. Ein solcher Wert ist vor allem für den Verbrauch, aber auch für die Fahrstabilität und den Geräuschkomfort relevant.

Die Proportionen des Fahrzeugs wurden aerodynamisch optimiert – ohne dabei den typischen Audi-Look aufzugeben erklären uns Aerodynamik-Entwickler Sebastian Weiper und Exterieur-Designer Francesco d’Amore. Die flache Dachlinie, die klar gestaltete Karosserie und die markanten Radläufe (sogenannte „quattro Blister“) sorgen für einen ausgewogenen Mix aus gestreckter Linienführung und funktionaler Klarheit.

Audi, A6, Limousine
Aerodynamik-Entwickler Sebastian Weiper (li.) und Exterieur-Designer Francesco d’Amore (re.) neben der Audi A6 Limousine., Foto: Audi

Technisch durchdacht: Strömung ohne Störungen

Entscheidende Verbesserungen betreffen die Luftführung rund um das Fahrzeug. An der Front senken gezielte Elemente wie ein Frontspoiler und der tief positionierte Singleframe-Grill den Auftrieb an der Vorderachse. Besonders wichtig sind die überarbeiteten seitlichen Lufteinlässe – sogenannte Air Curtains, die die Luft gezielt an Rädern und Fahrzeugflanke vorbeiführen. Ziel ist eine gleichmäßige Strömung mit möglichst geringen Verwirbelungen.

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Aerodynamik-Entwickler Sebastian Weiper (re.) zeigt Exterieur-Designer Francesco d’Amore (li.) die Air Curtains der Audi A6 Limousine., Foto: Audi

Am Heck sorgt eine scharfe Abrisskante für einen definierten Strömungsabbruch. Gemeinsam mit einem breiten Diffusor wird das sogenannte Nachlaufgebiet hinter dem Fahrzeug minimiert, was den Luftwiderstand senkt und die Fahrstabilität verbessert. Die Maßnahmen beruhen auf detaillierten Analysen im Windkanal sowie virtuellen Strömungssimulationen.

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Exterieur-Designer Francesco d’Amore (li.) zeigt Aerodynamik-Entwickler Sebastian Weiper (re.) an der Audi A6 Limousine eine in die Heckklappe integrierte Kante, die für einen optimalen Strömungsabriss sorgt., Foto: Audi

Geräuscharm unterwegs: Verbesserte Aeroakustik

Die Optimierungen an der Karosserieform wirken sich auch auf die Akustik im Innenraum aus. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde das Windgeräuschniveau um bis zu 30 Prozent reduziert. Möglich machen das unter anderem verbesserte Türdichtungen, stärker abgedichtete Fenster und eine zusätzliche Fugendichtung an der Heckklappe. Optional ist nun auch eine Akustikverglasung für die hinteren Seitenscheiben erhältlich.

Auch technische Komponenten wie Reifen mit integrierten Geräuschabsorbern, überarbeitete Motor- und Getriebelager sowie eine verbesserte Verzahnung im Doppelkupplungsgetriebe tragen zur Geräuschdämmung bei.

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Foto: Audi

Fahrwerk mit variablem Niveau

Das optionale Luftfederfahrwerk spielt eine zentrale Rolle im Aerodynamikkonzept. Im Alltagsbetrieb liegt das Fahrzeug bereits 20 Millimeter tiefer als mit dem konventionellen Fahrwerk. Im Sportmodus sinkt es um weitere 10 Millimeter ab. Bei höherem Tempo reduziert sich so der Luftwiderstand automatisch – ein Konzept, das neben Effizienz auch der Fahrdynamik zugutekommt.

Unterbodenverkleidungen, Radspoiler und gezielte Luftleitelemente an Achsen und Getriebetunnel ergänzen das System. Zudem wurde die Luftführung im Motorraum durch strömungsoptimierte Kühllufteintritte und Abdichtungen verbessert. Laut Audi konnten die Strömungsverluste hier um bis zu 70 Prozent reduziert werden.

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Foto: Audi

Preis und Ausstattung

Die neue Audi A6 Limousine wird am Standort Neckarsulm produziert. Der Einstiegspreis liegt bei 55.500 Euro für das Modell mit 150 kW (204 PS) starkem TFSI-Motor. Serien- und Sonderausstattungen umfassen unter anderem ein Panorama-Glasdach, eine Vier-Zonen-Klimaautomatik sowie ein Bang & Olufsen-Soundsystem mit 3D-Klang. Optional erhältlich ist auch ein Luftqualitäts-Paket mit Ionisator und Feinstaubsensor.

Das ist der A6 Avant: