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Autopflege im Winter: Darum kann Streusalz schädlich sein

In Winter kann Streusalz einem Auto zusetzen. Um Probleme einzudämmen und schnell zu lokalisieren, kommt es auf die richtige Pflege an.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Die niedrigen Temperaturen der Vorwoche gehören der Vergangenheit an. Inzwischen herrschen deutschlandweit tagsüber wieder Temperaturen über dem Gefrierpunkt - mancherorts sogar im zweistelligen Bereich. Der Schnee ist größtenteils von Fahrzeugen und Straßen geschmolzen. Frost und Streusalz haben an vielen Autos Spuren und teilweise sogar Schäden hinterlassen. Darauf weist ACE Auto Club Europa in einer aktuellen Pressemitteilung hin und gibt Tipps zur richtigen Pflege.

Der zweitgrößte Autoclub Deutschlands empfiehlt zunächst eine gründliche Reinigung. Rückstände von Streusalz könnten ansonsten zu Korrosion führen. Im weiteren Verlauf kann dies zu einer Durchrostung der betroffenen Stellen führen. Gefährdet sind nicht nur unlackierte Metallteile. Auch Lackschäden können ein Herd für Korrosion sein. Die Beschädigungen werden unter anderem durch Steinschläge verursacht.

Um die Außenhaut effektiv von Restsalz zu befreien, sollte das Auto laut ACE vor der Einfahrt in die Waschstraße grob manuell mit warmem Wasser vorgereinigt werden. Ansonsten könnten Salz oder anhaftender Schmutz durch den Druck der Bürsten Kratzer hinterlassen. Auch der Unterboden und die Radkästen können so gereinigt werden, sofern dies im Programm der Waschstraße nicht enthalten ist.

Vorsicht bei der Motorwäsche

Wie die Radkästen und der Unterboden sollte auch der Motorraum manuell mit einem Dampfstrahler gereinigt werden. In SB-Waschboxen gibt es dafür häufig spezielle Programme. Sie vermindern den Druck des Wasserstrahls. Dies ist wichtig, da bei vollem Druck elektronische und elektrische Teile wie die Lichtmaschine, Steuergeräte und Sensoren beschädigt werden können. Deswegen sollte bei der Wäsche mit dem Strahl nicht direkt auf empfindliche Bauteile gezielt werden.

Die Wäsche sollte durch das Auftragen von Heißwachs abgeschlossen werden. Es bietet guten Schutz vor Kratzern und Salz. TÜV Nord und TÜV Süd empfehlen, vor dem Winterbeginn Wachs aufzutragen und es dem Salz somit zu erschweren, in den darauffolgenden Monaten Schäden zu verursachen.

Nach dem Winter ist es mit der Wäsche alleine nicht getan: Um Korrosionsschäden frühzeitig zu erkennen, sollte beim nächsten Werkstattbesuch ein Blick unter das Auto geworfen werden, um mögliche Schwachpunkte zu identifizieren.

Streusalz bereitet bei intaktem Lack keine Probleme

Sind Salz und Schmutz vom Lack entfernt, werden Schäden schnell sichtbar. Laut dem ACE sollten Autobesitzer diese durch Fachleute beheben lassen. Smart-Repair-Stifte für die Selbstanwendung seien zwar günstiger, doch zufriedenstellende und langfristige Lösungen würden sie nicht bieten.

Der ADAC weist indes ausdrücklich darauf hin, dass Salz lediglich bei Fahrzeugen mit Lackschäden Probleme bereiten könne. Ist die Lackschicht unbeschädigt, sollte sie die Auswirkungen des Winters mühelos wegstecken können. Zur Anfälligkeit des Unterbodens sagt der Automobilclub, dass werkseitige Hohlraumversiegelungen, ein verbesserter Unterbodenschutz und der Einsatz verzinkter Bleche Salz eher zu einem Problem der Vergangenheit gemacht hätten.


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