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Mit diesen Tipps überstehen Autos anhaltende Minusgrade

Die Temperaturen liegen aktuell dauerhaft unter dem Gefrierpunkt. Mit der richtigen Pflege können Autos die kalte Zeit überstehen.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Die niedrigen Temperaturen halten in großen Teilen Deutschlands weiter an. Bei extremen Wetterlagen im Winter benötigen Autos eine besondere Pflege. Sonst kann die Batterie beim Starten des Motors Probleme bereiten, die Kühlflüssigkeit gefrieren und der Scheibenwischer brüchig werden. Der Österreichische Automobil-, Motorrad- und Touring Club (ÖAMTC) hat in einer Pressemitteilung die wichtigsten Tipps zusammengestellt, die Autofahrern in der kalten Jahreszeit weiterhelfen.

Demnach sollten Autofahrer auf die Batterie achten. Bereitet ihr das Starten des Motors bereits bei gewöhnlichen Temperaturen Schwierigkeiten, werden sie sich bei anhaltender Kälte weiter verstärken. Hat sich die Batterie lediglich entladen, weil das Fahrzeug längere Zeit nicht oder nur für kurze Strecken bewegt wurde, kann sie durch eine etwa einstündige Fahrt wieder aufgeladen werden. Handelt es sich allerdings um eine ältere Batterie, die aufgrund der langjährigen Nutzung Leistung verloren hat, ist dies nicht mehr möglich. Dann hilft nur, sie auszutauschen.

Egal, ob ein Auto bei Schnee und Kälte bewegt oder nicht genutzt wird, ist ein ausreichender Frostschutz wichtig. Das betrifft sowohl die Kühlflüssigkeit als auch das Wasser für die Scheibenwaschanlage. Der Frostschutz des Kühlwassers sollte mindestens bis minus 25 Grad Celsius gegeben sein. Für das Wischwasser empfiehlt der ADAC Nordrhein, für einen Gefrierschutz bis mindestens minus 15 Grad Celsius zu sorgen. "Sommer-Konzentrate frieren bei Temperaturen um null Grad ein und können bei sehr tiefen Temperaturen das Reinigungssystem der Waschanlage regelrecht sprengen", warnt Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe.

Für den richtigen Durchblick sorgen

Für eine gute Sicht müssen auch die Wischerblätter einwandfrei funktionieren. Sie sollten bei Minusgraden aufgeklappt werden, nachdem das Fahrzeug abgestellt worden ist. So lässt sich verhindern, dass sie an der Windschutzscheibe festfrieren und einreißen. Ist dies bereits geschehen und die Wischblätter liegen nicht mehr über ihre gesamte Länge auf der Windschutzscheibe auf, hinterlassen sie Stellen, an denen sie Schmutz und Wasser nicht mehr wegwischen. Sie sollten dann ausgetauscht werden.

Das Eiskratzen ist eine oft eine mühsame Tätigkeit. Sie lässt sich allerdings kaum beschleunigen. Ein Test des ADAC hat gezeigt, dass es nur einen geringen Effekt hat, den Motor im Stand laufen zu lassen. Dies ist ohnehin untersagt und kann mit einem Verwarngeld von zehn Euro geahndet werden. Autofahrer sollten auf keinen Fall heißes Wasser über die Scheiben schütten, um Eis zu lösen: Durch die rasche Temperaturveränderung kann die Scheibe bersten.

So frieren Autotüren nicht fest

Damit sich Türen auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt problemlos öffnen lassen, können ihre Dichtungen eingefettet werden. Wer ein älteres Auto mit einem herkömmlichen Türschloss besitzt, in das der Schlüssel gesteckt werden muss, kann mit einem passenden Mittel das Eis lösen, das das Einführen des Schlüssels verhindert. Enteiser sind in kleinen Sprühflaschen erhältlich und können so gezielt angewendet werden. "Wichtig ist, dass man das Mittel bei sich und nicht im Auto aufbewahrt, denn dort macht es keinen Sinn", sagt der ÖAMTC-Experte.

Nicht zuletzt empfiehlt der Mobilitätsclub, Autowäschen in der aktuellen Wetterlage zu verschieben. Durch das rückständige Wasser können bei Minusgraden Türen, Fenster und Schlösser zufrieren. Insassen sitzen dann unter Umständen im Inneren des Autos fest und können es ohne Hilfe nicht verlassen.


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