Während man für den Heimatmarkt Südkorea und die USA bereits das facegeliftete Modell mit langem Radstand Ende 2024 vorstellte, folgt nun die kürzere EU-Version. Das Facelift bleibt außen wie innen dabei sofort erkennbar: Vorne zeigt der Sportage jetzt eine überarbeitete Lichtsignatur im „Star Map“-Design, dazu neue Stoßfänger und eine leicht verlängerte Front. Insgesamt wächst das Fahrzeug um 2,5 Zentimeter auf 4,54 Meter Länge. Auch neue Felgendesigns in 17 bis 19 Zoll (je nach Ausstattung) gehören zum Update.

Kia, Sportage
Foto: Kia

Im Innenraum geht Kia ebenfalls in die Vollen – sowohl gestalterisch als auch technisch. Das Lenkrad verliert einen seiner drei Speichen, das Armaturenbrett wirkt aufgeräumter, eleganter und vor allem deutlich digitaler. Beim GT-Line kommt hochwertig wirkendes Velourslederimitat zum Einsatz, das zu großen Teilen aus Recyclingmaterial besteht. Nachhaltigkeit bleibt ein erklärtes Ziel – auch beim Bezugsmaterial Dinamica, das mittlerweile bis zu 75 Prozent Recyclingpolyester enthält.

Beim Platzangebot ändert sich hingegen nichts Grundlegendes – was kein Nachteil ist. Fast ein Meter Beinfreiheit im Fond und bis zu 1.776 Liter Kofferraumvolumen bei umgelegter Rückbank machen den Sportage nach wie vor zu einem der praktischsten Vertreter seiner Klasse.

Kia, Sportage
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Voll digital, voll vernetzt – und bald auch mit Netflix

Technisch rüstet Kia kräftig auf: Das neue Infotainmentsystem „ccNC“ (Connected Car Navigation Cockpit) ist serienmäßig an Bord und bietet neben Over-the-Air-Updates, kabellosem Apple CarPlay/Android Auto und Sprachsteuerung auch einen KI-basierten Assistenten. Erweitert wird das Ganze um ein Angebot an Apps wie YouTube, Disney+ oder Casual Games – bereitgestellt über LG webOS und per Abo im Kia Connect Store buchbar. Auch ein In-Car-Bezahlsystem (zunächst mit Parkopedia) und ein integrierbarer WiFi-Hotspot für bis zu fünf Geräte sind neu.

Für Komfort und Sicherheit sorgen nun zusätzlich ein digitales Head-up-Display, ein überarbeiteter „Digital Key“, eine 360-Grad-Kamera mit 3D-Vogelperspektive und verbesserte Assistenzsysteme. Letztere bieten unter anderem teilautonomes Fahren mit aktiven Spurwechseln sowie eine Not-Stopp-Funktion, falls der Fahrer nicht mehr reagiert.

Mehr Leistung bei den Hybriden, neue Optionen beim Antrieb

Auch unter der Haube wurde weiter gefeilt. Neben den bekannten 1,6-Liter-Turbobenzinern mit 150 und 180 PS sowie dem Mildhybrid-Diesel mit 136 PS bietet Kia den Vollhybrid nun mit einer auf 239 PS gesteigerten Systemleistung an. Noch stärker ist der überarbeitete Plug-in-Hybrid, der es auf 288 PS bringt. Beide elektrifizierten Varianten profitieren von einer neuen Sechsstufen-Automatik.

Kia, Sportage
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Interessant: Der Plug-in-Hybrid, bislang nur mit Allradantrieb erhältlich, wird künftig auch als Fronttriebler angeboten – eine sinnvolle Ergänzung für alle, die eher Stadtverkehr als Winterurlaub planen. Die übrigen Motorisierungen sind wahlweise mit Schaltgetriebe oder Doppelkupplung erhältlich. Neu ist zudem eine günstigere Einstiegsversion für den Hybridantrieb.

Die Preise für den neuen Kia Sportage hat uns der Hersteller jedoch noch nicht verraten.