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Der neue Kia Niro hat nichts mehr mit seinem Vorgänger gemein

Seit 2016 ist das aktuelle Modell auf dem Markt. Der Nachfolger überrascht mit einem grundlegenden Umstyling sowie nachhaltigen Materialien im Inneren.
von Maximilian Stocker

Motorsport-Magazin.com - Vom 25. November bis 5. Dezember steht der neue Niro auf der Seoul Mobility Show und kann begutachtet werden. Der erste Blick verrät: Das Modell hat mit der aktuellen Version des Fahrzeugs nichts mehr zu tun. Den Grundsatz zur radikalen Designveränderung bildet die Philosophie „Opposites United“ (Vereinte Gegensätze) des Herstellers. Dies soll sich nicht nur am Styling des Niro, sondern auch an den Farben, Materialien und Oberflächen widerspiegeln.

Beeinflusst von der Studie Habaniro

Im Jahr 2019 stellte Kia ein Konzeptfahrzeug vor, dessen Designelemente nun im neuen Niro übernommen wurden. Dies gilt vor allem für die breiten C-Säulen, die auch zur Optimierung des Luftstroms beitragen. Sie gehen, wie auch schon beim Habaniro, am Heck in die Bumerang-förmigen Rückleuchten über und betonen zugleich die optische Breite und Stabilität des Crossovers.

An der Front wurde das Kia-typische „Tigergesicht“ für den neuen Niro weiterentwickelt und erstreckt sich nun unterhalb der Motorhaube über die gesamte Breite des vorderen Stoßfängers. Den seitlichen Abschluss des Frontdesigns bildet das LED-Tagfahrlicht in Form einer Herzschlagkurve.

Wichtige Knöpfe bleiben trotz Displays erhalten

Im Innenraum des Kia findet man eine Vielzahl von recycelten Materialien. Der Dachhimmel besteht beispielsweise aus recyceltem Tapetenmaterial, die Sitze werden aus Bio-Polyurethan mit einem Cellulose-Regeneratfaser aus Eukalyptusblättern hergestellt und der für die Türverkleidungen verwendete Lack ist frei von BTX-Aromaten (Benzol-, Toluol- und Xylol-Isomeren).

Grundsätzlich erinnert das Interieur stark an das des neuen Sportage. Die zentrale Bedienoberfläche besteht aus der zusammenhängenden und querstehenden Bildschirmeinheit aus digitalen Instrumenten und dem Infotainment-Screen. Unter den Luftauslässen sowie auf der Mittelkonsole sind aber nach wie vor wichtige Funktionen des Fahrzeugs per klassischen Tasten und Knöpfen steuerbar. Die Automatik des Niro wird im neuen Modell per Drehrad angesteuert.

Alte/neue Motorenpalette

Allzu viele Details über die zukünftigen Antriebsaggregate verriet Kia bis dato noch nicht. Bekannt ist, dass es den Neuen aber auch wieder als Hybrid und Plug-in-Hybrid geben wird. Ob diese vom Vorgänger übernommen werden oder es neuentwickelte Motoren sind, bleibt abzuwarten. Neu ist aber der Greenzone Drive Mode. Bei diesem System wird der Antrieb abhängig von der Batterieladung bei Bedarf automatisch auf reinen E-Antrieb umgestellt. Das intelligente System bezieht die benötigten Infos dafür aus Navigationshinweisen sowie historischen Fahrdaten und soll demnach selbstständig im Hintergrund arbeiten.

Weitere Details zur Motorenpalette, den technischen Daten sowie den Preisen für Europa werden laut dem Hersteller zeitnah folgen. Aus dem aktuell unauffälligen Niro ist auf jeden Fall ein aufregendes und umweltfreundliches Crossover geworden, der so einige begeistern könnte.