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ADAC GT Masters

ADAC GT Masters 2021 im TV: RTL-Nitro-Team präsentiert

Das ADAC GT Masters startet 2021 mit RTL-Nitro als neuem TV-Partner in seine 15. Saison. Neue Gesichter, Startzeiten und das Starterfeld mit über 30 Autos.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Das ADAC GT Masters steht in den Startlöchern für seine 15. Saison. 2021 überträgt erstmals der RTL-Spartensender Nitro die Rennen der Deutschen GT Meisterschaft. Am Rande der offiziellen Testfahrten in Oschersleben haben der ADAC und RTL Nitro unter anderem die mit Spannung erwartete Besetzung für die Live-Übertragung der Rennen bekanntgegeben.

Das Nitro-Team besteht aus aktuellen und ehemaligen Rennfahrern: Kommentator ist BMW-Werksfahrer Dirk Adorf. An seiner Seite sitzt als Co-Kommentator ebenfalls ein Rennfahrer mit viel Nürburgring- und Nordschleifen-Erfahrung: Nico Menzel, der zudem bei Sport- und Fahrerlehrgängen als Instruktor und Privatcoach tätig ist. Auch aus der Boxengasse moderiert und berichtet in Eve Scheer eine Dame mit eigener Rennerfahrung. Sie wird dabei von RTL-Reporterin Anna Nentwig, die Rennfans von den Formel-1-Übertragungen bei RTL und n-tv kennen, unterstützt.

RTL Nitro spricht von einem großen Aufschlag mit einem kompletten Rundumpaket, in dem alle ADAC-Rennserien (bzw. im kostenlosen Livestream) medial begleitet werden. Für die Verantwortlichen der RTL-Mediengruppe überstrahlt der Fußball zwar vieles, aber das ADAC GT Masters hätte neben der Fußball Europa League, der Fußball-Nachberichterstattung am Montagabend mit der Sendung "100% Bundesliga" sowie dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring das größte Entwicklungspotenzial.

Die Liveübertragungen starten in diesem Jahr um 16:00 Uhr und damit später als gewohnt. Rennstart ist samstags und sonntags immer um 16:30 Uhr, nur am Red Bull Ring und am Lausitzring beginnen die Rennen zu einer anderen Zeit. In den 150-minütigen Livesendungen berichtet RTL Nitro in der Regel von 16:00 bis 18:30 Uhr über das Geschehen direkt von der Rennstrecke mit den Inhalten Countdown, Rennen, Siegerehrung und Highlights des jeweiligen Tages.

"Wir haben mit der RTL-Mediengruppe eine mehrjährige Zusammenarbeit vereinbart und freuen uns, mit RTL Nitro einen neuen TV-Partner präsentieren zu können. Da haben sich zwei gesucht und gefunden", sagte ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk.

Nitro-Senderchef Oliver Schablitzki: "Gemeinsam mit Europas größtem Mobilitätsclub freuen wir uns ab der kommenden Saison des ADAC GT Masters auf ein beispielloses Motorsportpaket. Dabei ist unsere On-Air-Crew Ausdruck der starken Motorsport-Kompetenz der Mediengruppe RTL: Hier kommen journalistische Expertise und echte Renn-Erfahrung zusammen."

Insgesamt 31 GT3-Autos von 20 Teams und sieben unterschiedlichen Marken planen in diesem Jahr an den Start zu gehen. Die Fahrzeuge von Audi, BMW, Corvette, Honda, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche sind mit mehr als 30 Profi-Fahrern besetzt.

"Das ADAC GT Masters ist auch in diesem Jahr die wohl stärkste GT-Sprint-Serie in Europa", meint ADAC-Vorstand Lars Soutschka. Die Qualität des Starterfeldes sowie die Anzahl der Fahrzeuge und Marken suchen ihresgleichen. Mit den Liveübertragungen bei NITRO und der Zusammenarbeit mit der Mediengruppe RTL haben wir großartige Möglichkeiten und werden in diesem Jahr noch mehr Fans begeistern. Unser Anspruch ist klar: Das ADAC GT Masters soll die beste GT-Sprintserie in Europa sein."

Gleich zwei Champions hat SSR Performance in seinen Reihen: An der Seite von Titelverteidiger Michael Ammermüller gibt Porsche-Werksfahrer Mathieu Jaminet, Meister 2018, ein Comeback in der Deutschen GT-Meisterschaft. Für das Küs Team Bernhard starten Christian Engelhart, der zweite Titelverteidiger, und Porsche-Werksfahrer Thomas Preining.

Precote Herberth Motorsport tritt unter anderem mit Robert Renauer, dem Champion von 2018, und der Porsche-Werksfahrerin Simona De Silvestro, der einzigen Dame im Feld, an. Die Ex-Champions Christopher Haase, Christopher Mies (beide Montaplast by Land-Motorsport) und Patric Niederhauser (Phoenix Racing) starten für Audi. Jules Gounon, Titelträger 2017, kehrt mit Zakspeed in die Serie zurück.

"Ich bin 2020 als Neuling in den GT-Rennsport eingestiegen und kannte keine Strecke", sagt de Silvestro. "Trotzdem habe ich viel gelernt. Das möchte ich in diesem Jahr in einer neuen Konstellation nutzen." Sie freue sich auf zwei völlig unterschiedliche Herausforderungen, denn neben dem ADAC GT Masters wird die schnelle Schweizerin auch wieder beim berühmten 500-Meilen-Rennen in Indianapolis an den Start gehen.

Mercedes-AMG schickt erneut GT3-Ass Maro Engel beim Team Toksport WRT an den Start. Der frühere DTM-Fahrer und aktuelle Daytona-Sieger: "Mit Luca Stolz habe ich einen fantastischen Teamkollegen, der zur Weltspitze im GT-Sport gehört. Es gibt wohl keine andere GT-Rennserie, die in der Breite so stark aufgestellt ist. Deshalb ist es für mich auch schwierig, eine Vorhersage zu treffen. Ich hoffe, dass wir im zweiten Jahr den Titel holen können, nachdem es im vergangenen Jahr (mit Gesamtrang drei, d. Red.) nicht geklappt hat."


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