Mit dem #33 Falken-Porsche hat sich ein Sieganwärter vorzeitig von den 24h Nürburgring 2025 verabschiedet. Das Team musste den Neunelfer nach einer unglücklichen Kollision am Samstagabend um 22:00 Uhr vom Rennen abmelden. Der Schaden war nach dem Zusammenstoß mit einem Cup-Porsche an der Rennstrecke nicht mehr reparabel.
Bitter: Porsche-Werksfahrer Julien Andlauer belegte vor dem Ausfall den zweiten Gesamtplatz hinter dem #911 Manthey-Porsche! Der Franzose stieß im Ravenol-S auf der Grand-Prix-Strecke mit einem anderen Porsche zusammen, der selbst kurz zuvor gedreht worden war und hilflos auf der Strecke stand.
Falken-Porsche am Nürburgring ausgeschieden: Wie ein schlechter Traum
Keine Chance für Andlauer, seinem Unfallgegner rechtzeitig auszuweichen - Er rammte dem Cup-Porsche unsanft und beschädigte seinen Falken-Neunelfer großflächig an der Frontpartie. Mit hochgeklappter Fronthaube musste sich Andlauer fast im Blindflug seinen Weg zurück in die Boxengasse bahnen. Wenig später meldete die Falken-Mannschaft einen ihrer zwei Porsche vorzeitig ab. Das Auto mit der #44 fuhr zu diesem Zeitpunkt in die Top-8.
Andlauer teilte sich den #33 Porsche mit dem Belgier Alessio Picariello, Sven Müller und Nico Menzel. Lokalmatador Menzel hatte wegen des frühen Ausfalls keine Gelegenheit, selbst ins Steuer zu greifen. "Das war wie ein schlechter Traum", sagte der gebürtige Eifelaner. "Du siehst, wie das Auto einschlägst und denkst: 'Alles klar, einmal zurückspulen, bitte'. Wir hatten jede Gelegenheit, dieses Rennen zu gewinnen."
Andlauer, am vergangenen Wochenende noch mit einem Werks-Porsche 963 bei den 24 Stunden von Le Mans im Einsatz, war am Boden zerstört: "Das ist sehr hart. Das Team hat in den vergangenen Jahren so hart gearbeitet und seit Beginn in den Top-3 gekämpft. Als ich in Turn 2 ankam, war da ein anderes Auto. Ich konnte nichts machen! Als ich das Auto sah, war keine Zeit mehr zu reagieren. Wir waren in einer guten Position, aber es fehlte das Glück."
Horror-Wochenende für Scherer Sport PHX: Beide Autos raus
Der Falken-Porsche war nach dem Einbruch der Dunkelheit auf der Nordschleife nicht der einzige Sieganwärter, der vorzeitig die Segel streichen musste. Knapp eine Stunde später erwischte es auch das Sieger-Auto aus dem Vorjahr, den stark besetzten #1 Audi R8 LMS GT3 Evo2 (Haase, Ludwig, Winkelhock).
Ludwig schlug in den Leitplanken ein, nachdem zuvor schon Teamkollege Christopher Haase in der Streckenbegrenzung gelandet war. "Es war irgendetwas Elektrisches", sagte Teamchef Ron Moser. "Luca trifft keine Schuld. Es wäre zu riskant gewesen, möglicherweise noch einmal einzuschlagen. Deshalb haben wir schweren Herzens entschieden, das Auto abzustellen."
Es war der zweite bittere Rückschlag für die Scherer-Mannschaft, die aus Phoenix Racing hervorgegangen ist. Im Top-Qualifying am Freitag verunfallte Laurens Vanthoor schwer mit dem #16 Porsche 911 GT3 R, den das Team erstmals beim 24h-Rennen Nürburgring einsetzen wollte. Der Neunelfer war nach dem Crash ein Totalschaden, Porsche-Werksfahrer Vanthoor kam glimpflich davon. "Das war der schwerste Unfall meiner Karriere", sagte der Belgier später.
Ron Moser, der Sohn des Phoenix-Gründers Ernst Moser, zur Komplett-Klatsche am Ring: "Ich möchte mich beim Team bedanken, die haben einen Mega-Job gemacht. Es war nicht unser Wochenende. Wir werden gestärkt zurückkehren und wieder angreifen."
24h Nürburgring Zusammenfassung: Was bisher geschah
- Stromausfall sorgt für 2-stündige Unterbrechung
- Deshalb Renn-Unterbrechung nach nur 90 Minuten
- Ein defektes Kühlaggregat sorgte für den Stromausfall
- Manthey-Porsche nach Pole Position konstant vorne
- #1 Scherer-Audi mit Elektrik-Problemen vorzeitig raus
- Damit beide Scherer-Autos ausgefallen nach Vanthoor-Crash im Qualifying
- #33 Falken-Porsche auf P2 liegend nach Crash ausgeschieden
- 32-Sekunden-Strafe für Rowe-BMW nach Kollision
- 46-Sekunden-Zeitstrafe für #17 Getspeed-Mercedes (Boxenstopp-Verstoß)
- #64 HRT-Ford Mustang GT3 nach Einschlag von Stippler ausgefallen



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