Die 24h Nürburgring 2025 mussten am Samstagnachmittag für gut zwei Stunden mit roten Flaggen unterbrochen werden. Der Auslöser war mehr als kurios: Ein Stromausfall in der Boxengasse und in der Race Control sorgte für eine notwendige Unterbrechung um 17:31 Uhr, eineinhalb Stunden nach dem Rennstart.
Nach einer gut zweistündigen Zwangspause wurde das Rennen am Samstagabend um 19:45 wieder mit grünen Flaggen aufgenommen. Ein defektes Kälteaggregat im Boxengebäude habe den Stromausfall ausgelöst, erklärte Rennleiter Walter Hornung. Man sei zuversichtlich, dass ein solcher Fehler nicht noch einmal auftreten werde. Die Startaufstellung für den Re-Start wurde nach dem Stand der vorletzten Runde (Runde 9) vor dem Abbruch in Runde 11 erstellt.
"Der Grund für den Stromausfall war eine defekte Kälteanlage, die für die Steuerung und Kühlung der Klimageräte in weiten Teilen des Boxengebäudes zuständig ist", hieß es in einem offiziellen Statement. "Sie überhitzte, weil bei den sommerlichen Temperaturen außergewöhnlich viel Kühlleistung abgerufen wurde. Die Anlage ist jetzt vom Netz genommen worden und wird nicht weiter betrieben."
24h Nürburgring wegen Stromausfall unterbrochen
"Das Rennen ist aus Gründen der Fairness und Sicherheit unterbrochen werden", erklärte DMSB-Sprecher Michael Kramp kurz nach dem Abbruch. Weil wegen des Stromausfalls auch die Tankanlagen in der Boxengasse nicht funktionierten, hätten einige Teams einen großen Nachteil haben können.
"Wir haben teilweise Stromausfall am Gelände", erklärte Rennleiter Walter Hornung. "Die ganzen Tankstellen sind außer Betrieb. Es bringt nichts, das Rennen so weiterzuführen. Die Nürburgring GmbH sucht fieberhaft nach dem Fehler."
Experten können sich nicht daran erinnern, dass ein solcher Vorfall das 24h-Rennen in seiner 53-jährigen Geschichte schon einmal lahmgelegt hätte. Stattdessen spekulierten viele Beobachter gar auf einen potenziellen Distanzrekord, da für das gesamte Rennen kein Regen vorhergesagt ist. Stattdessen präsentiert sich die Eifel bei hochsommerlichen Bedingungen um die 27 Grad. Das Rennen endet trotz der Unterbrechung am Sonntag um 16:00 Uhr.
"Wir hatten hier ja schon alles Mögliche: Nebel, Regen, Hagel und Unwetter, aber so etwas noch nicht", sagte Rowe-BMW-Teamchef Hans-Peter Naundorf. "Wir dachten wirklich, wir fahren endlich mal durch. Es war die einzig richtige Entscheidung, die rote Flagge zu zeigen." Der Stromausfall sorgte für die zehnte Unterbrechung in der Geschichte der 24h Nürburgring.
Zum Zeitpunkt des Abbruchs nach 10 absolvierten Runden führte der #45 Kondo-Racing-Ferrari mit David Perel am Steuer das Rennen an. Auf den Plätzen zwei und drei lagen Adam Christodoulou im #17 Getspeed-Mercedes und Mattia Drudi im #34 Aston Martin Vantage GT3 von Walkenhorst Motorsport. Pole-Setter Thomas Preining im Manthey-Porsche belegte nach den ersten absolvierten Boxenstopps den siebten Rang.



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