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24 h Nürburgring

24h Nürburgring: Restart zum zweitkürzesten Rennen der Historie

Nach einer neuneinhalbstündigen Rennpause erfolgte der Re-Start zum 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring 2020. Nur ein 24h-Rennen war bislang kürzer.
von Robert Seiwert
24h Nürburgring 2020: Renn-Restart am Sonntagmorgen: (01:15 Min.)

9 Stunden und 28 Minuten Zwangspause beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Die 48. Auflage des Eifel-Klassikers geht in die Geschichtsbücher ein. Beim wegen Corona verspäteten 24h-Rennen im September 2020 erlebten die Zuschauer das zweitkürzeste in der Historie seit der ersten Austragung 1970.

Nur 2013 mussten die Fahrer und Teams noch länger waren, bevor das Rennen nach einem zwischenzeitlichen Abbruch fortgesetzt werden konnte. Der Verlauf war ähnlich wie in diesem Jahr: Gegen 22:45 Uhr wurde das Rennen nach einer absolvierten Rennzeit von 5:45 Stunden wegen des anhaltenden Regens und auftretenden Nebels unterbrochen. Der Re-Start erfolgte - wie dieses Mal - um 08:00 Uhr am Sonntagmorgen.

2013 gewann Mercedes sein erstes 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring nach einer Unterbrechung von 09:33 Stunden. Die Sieger des bis dato kürzesten Rennen in der Geschichte hießen Bernd Schneider, Jeroen Bleekemolen, Sean Edwards und Nicki Thiim. Beim diesjährigen Re-Start führten drei Audis die Spitze an, nachdem Mercedes zuvor zweimal innerhalb einer Stunde durch Unfälle die Führung verloren hatte.

Nach der langen Pause nahmen 90 der insgesamt 97 Autos das Rennen erneut auf. 16 Fahrzeuge hatten zuvor zum Zeitpunkt des Abbruchs um 22:32 Uhr am späten Samstagabend 39 Runden absolviert: fünf Porsche, jeweils vier Audi und BMW sowie drei Mercedes-AMG.

Es war die siebte wetterbedingte Unterbrechung in der Historie des 24h-Rennens. Auch in den Jahren 1992, 1994, 2007 , 2013, 2016 und 2018 bescherte das Eifelwetter den Fans, Organisatoren und Teams eine Zwangspause. Legendär dabei das Rennen 2007, das wegen starken Regens zwei Stunden später als geplant startete und in der Nacht aufgrund von Nebel für rund sechs Stunden abgebrochen werden musste.

Zumindest mit Blick auf die Stoppuhr war das Rennen 2016 dagegen fast harmlos. Für drei Stunden mussten die Teams in den Boxen warten. Der Grund dürfte jedoch auf ewig unvergessen bleiben: ein Hagelsturm biblischen Ausmaßes und Fahrzeuge, die im Bereich Aremberg reihenweise wegen Aquaplaning in die Leitplanken krachten und den Berg nicht mehr hochkamen.

Beim diesjährigen Re-Start hinter dem Safety Car und der Freigabe um 08:20 Uhr blieben noch 07:10 Stunden Zeit, um bis zum Zieleinlauf um 15:30 Uhr weitere Geschichten in der Eifel zu fabrizieren.


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